Der private Sender Venevisión, der meistgesehene Free-TV-Sender in Venezuela, sorgte für große Kontroversen, nachdem er die Aussagen der Oppositionsführerin María Corina Machado übertrug, die nach ihrem Treffen in Washington mit dem US-Außenminister Marco Rubio gemacht wurden.
En der Nachricht erklärte Machado: “Obwohl ich körperlich nicht in Venezuela bin, ist mein Herz bei euch, und bald werde ich wieder in unser Land zurückkehren. Heute mehr denn je wissen wir, dass es ein geistiger Kampf ist und dass wir an der Seite Gottes vorangekommen sind.”
Ihre Worte, die in sozialen Netzwerken üblich sind, aber seit mehr als einem Jahrzehnt im nationalen Fernsehen fehlen, wurden von der Nachrichtenredaktion von Venevisión verbreitet, die gegenüber Telemundo 51 bestätigte, dass sie „nur ihrer Pflicht, informiert und ausgewogen zu berichten, nachgekommen sind“.
Die Antwort der Regierung ließ nicht lange auf sich warten. Über den öffentlichen Rundfunk richtete der Minister für Inneres, Gerechtigkeit und Frieden, Diosdado Cabello, eine direkte Warnung an den Sender: “Hör zu, Venevisión, ohne mediale Aufregung wird deine Figur verblassen, ohne Schlagzeilen verschwindet sie einfach”.
Die Übertragung des Interviews, mitten im politischen Übergangsprozess nach dem Sturz des Regimes von Nicolás Maduro, eröffnete die Diskussion über Zensur und die Rolle der Medien in der neuen venezolanischen Phase neu. Machado, die in ständigem Kontakt mit internationalen Verbündeten steht, betonte nach ihrem Treffen mit Rubio die Priorität, die Präsident Donald Trump der demokratischen Stabilität des Landes einräumt.
El Colegio Nacional der Journalisten erinnerte daran, dass seit Beginn der bolivarianischen Revolution mehr als 500 Medien geschlossen wurden, eine Tatsache, die die Diskussion über die Pressefreiheit in Venezuela neu entfacht.
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