Der aktuellste Sketch von Pánfilo Epifanio, dem ikonischen Charakter von Vivir del Cuento, wurde in den sozialen Medien viral aus einem ganz kubanischen Grund: Er brachte es, zwischen Lachen, auf den Punkt, was viele über die falsch benannte kubanische Revolution denken.
Im Video ist Pánfilo, gespielt von Luis Silva, während eines Gesprächs in Frankreich überrascht, als er entdeckt, dass auch dieses Land vor 200 Jahren seine eigene Revolution hatte.
Entre Baguettes, Croissants und beleuchteten Lichtern „nachts und tagsüber“ ist der Charakter sprachlos: „Gab es hier eine Revolution? Aber alles funktioniert!“ Und gleich darauf bringt er den Satz, der die digitale Aufregung auslöste: „Na, das ist ja gut, gut, gut... denn ich kenne eine, die fehlerhaft war.“
Die Szene löste eine Flut von Kommentaren in den sozialen Medien aus; die Nutzer lachten, teilten und lasen vor allem zwischen den Zeilen die Analogie des Humoristen.
„Unsere war fehlerhaft“, schrieb ein Internetnutzer. „Woher du kommst, ist etwas anderes, etwas anderes“, fügte ein anderer hinzu, während Hunderte der am häufigsten zitierten Aussage zustimmten: „Für den Endkunden hat diese Revolution nicht viel funktioniert, aber für den Hersteller schon“, und bezogen sich damit zweifellos auf den „sowjetischen Hersteller“.
Andere Kommentare ironisierten mit Resignation: „Uns hat es die einzige Fehlerhafte getroffen“; „Diese Analogie ist großartig, Pánfilo sagt immer die Wahrheit mit Eleganz“; „Ach, Pánfilo, ich bin mit dir gestorben… das ist gut gelungen, gebt euch einen Schlag auf die Brust“; „Ich kenne eine, die brennt.“
Das Video, das auf Instagram geteilt wurde, hat Tausende von Aufrufen und Reaktionen von Kubanern im In- und Ausland gesammelt. Über das Lachen hinaus feierten viele Nutzer die Art und Weise, wie die Figur die Komödie als Spiegel der nationalen Realität einsetzt.
Pánfilo, treu seinem Stil, nennt keine Namen oder Ideologien, doch jede seiner Aussagen scheint einen klaren Adressaten zu haben. So findet das Publikum zwischen Humor und Reflexion in ihm erneut das, was in Kuba so rar ist: eine Möglichkeit, die Wahrheit zu sagen, ohne das Lächeln zu verlieren.
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