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Eine arktische Luftmasse beeinflusst seit der Nacht des 1. Februars den Westen und das Zentrum Kubas und führt zu einem drastischen Temperaturabfall, starken Nordwestwinden und Küsteneruptionen.
Das Instituto de Meteorología warnte, dass diese Kältewelle sich mindestens vier Tage lang ausdehnen wird, mit Minimalwerten zwischen 11 und 14 Grad Celsius im Westen und im Zentrum des Landes am Sonntag, und sogar noch tiefer in einigen Orten des Landes.
Die Ankunft der Kaltfront im aktuellen Kontext, geprägt von Lebensmittelknappheit, dem Anstieg extremer Armut und einer starken Alterung der Bevölkerung, hat unter den Kubanern die Erinnerungen an eines der tragischsten Episoden des öffentlichen Gesundheitssystems neu entfacht: den Frosttod von 26 Personen in Mazorra.
Die schrecklichste Nacht im psychiatrischen Krankenhaus von Havanna
Die kubanische Migrationskrise hat dazu geführt, dass Tausende von älteren Menschen allein leben, ohne Unterstützung der Regierung. Wenn sie sich in dieser Zeit nicht angemessen kleiden oder versorgen können, könnte sich ihre Gesundheit schwerwiegend verschlechtern.
Dieser Schrecken hat in vielen Kubanern die traurigen Erinnerungen an den 15. Januar 2010 wiederbelebt, als während einer ähnlichen Kältewelle in einer einzigen Nacht 26 Patienten an Unterkühlung, Unterernährung und Vernachlässigung starben.
Die Ereignisse fanden im Psychiatrischen Krankenhaus von Havanna statt, das als Mazorra bekannt ist. Die Patienten starben unter prekären Bedingungen, die schwerwiegende institutionelle Mängel offenbarte.
Ausschließlich aufgrund des Skandals verurteilte das Regime mehrere Führungskräfte und Mitarbeiter des Zentrums zu Strafen von fünf bis fünfzehn Jahren Gefängnis. Im Jahr 2025 würden einige der Beteiligten ihre Strafen verbüßen.
Die Jahre sind vergangen, und anstatt sich die Situation in Kuba zu verbessern, ist die Realität im Land kritischer geworden. Viele Kubaner fürchten, dass sich die Geschichte wiederholen könnte, insbesondere angesichts des Zusammenbruchs des Gesundheitssystems und der Vernachlässigung, die gefährdete Menschen erleiden.
Der Mangel an Decken und Mänteln, die langanhaltenden Stromausfälle, die die Menschen von der Außenwelt abkapseln, die Nahrungsmittelknappheit und der Verfall des Wohnraums verschärfen die Situation.
In den sozialen Medien bitten viele Kubaner um Solidarität und raten dazu, sich gut einzupacken, besonders für ältere Menschen und Kinder.
Die Behörden haben gebeten, „Vorkehrungen zu treffen“ und schutzbedürftige Personen zu schützen, obwohl keine speziellen Maßnahmen für Krankenhäuser, Altenheime und psychiatrische Einrichtungen angekündigt wurden.
Die Bevölkerung fürchtet, dass der Mangel an Ressourcen und die institutionelle Vernachlässigung erneut Leben in Gefahr bringen könnten. Die Kältewelle wird laut dem Institut für Meteorologie mindestens bis zum 4. Februar anhalten.
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