Die Worte eines kubanischen Vaters, aufgenommen während eines Stromausfalls, der bereits über zehn Stunden dauerte, sind in den sozialen Medien viral geworden. In dem Video, das auf TikTok vom Nutzer @maivisanta veröffentlicht wurde, ist der Mann zu hören, der sich ausredet, während er seinen kleinen Sohn, der auf ihm schläft, im Arm hält, in einem komplett dunklen Raum.
„Es sind mehr als zehn Stunden ohne Strom in Kuba und er schläft über mir… ich denke an morgen. Die Leute sagen dir, du sollst nicht gehen, dass es draußen schlecht ist, dass man viel arbeiten muss. Aber, was ist hier? Arbeiten ohne Strom oder deine Kinder in der Dunkelheit großziehen?“, äußerte der Vater mit stockender Stimme.
Der Mann setzte seine Überlegung fort, sichtbar erschöpft und resigniert:
„Ohne Erinnerung, ohne alles, ohne Geld, ohne Kontakt, nur mit Angst und Hoffnung. Und trotzdem schaut niemand hin. Zu dieser Stunde haben sie uns sogar den Schlaf und die Zukunft gestohlen. Das ist keine Politik, das ist ein Vater mit seinem Sohn im Arm, der auf Licht wartet… und auf Freiheit wartet.“
In der Beschreibung des Videos schrieb der Nutzer einen Satz, der das Gefühl vieler Kubaner zusammenfasst: „Niemand geht, weil er will. Die Leute gehen, weil sie so nicht leben können. Kuba ohne Licht. Kuba ohne Zukunft.“
Die Veröffentlichung hat tausende von Nutzern berührt, die Nachrichten der Unterstützung und Solidarität mit dem Vater hinterlassen haben, ein Symbol der Hoffnungslosigkeit, die die kubanischen Familien angesichts der endlosen Stromausfälle und der Krise, die das Land durchmacht, empfinden.
Die Stromausfälle sind zu einem Alltag auf der Insel geworden, wo das Regime weiterhin keine realen Lösungen für die Energiekrise anbietet. In der Zwischenzeit versuchen die Bürger – wie dieser Vater – zwischen Dunkelheit, Knappheit und Hoffnungslosigkeit zu überleben.
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