Internationale Märkte erwarten möglichen Rücktritt von Díaz-Canel angesichts des energetischen Zusammenbruchs in Kuba



Miguel Díaz-Canel und ein mit Künstlicher Intelligenz erstelltes ReferenzbildFoto © spanish.xinhuanet.com - CiberCuba / Sora

Die Erwartungen über einen möglichen Rücktritt von Miguel Díaz-Canel während seiner Amtszeit in Kuba vor Ende 2026 sind auf den internationalen Prognosemärkten stark gestiegen, angesichts der Verschärfung der wirtschaftlichen und energetischen Krise auf der Insel.

Die amerikanische Plattform Kalshi, die von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) reguliert wird, erhöhte die Wahrscheinlichkeit, dass der kubanische Staatsführer noch in diesem Jahr von seinem Posten zurücktritt, um acht Punkte, von 45 % auf 53 % zwischen dem 27. Januar und dem 2. Februar.

Der Anstieg fällt mit der Verschlechterung der internen Situation in Kuba und der zunehmenden Isolation des Regimes nach der Festnahme von Nicolás Maduro in Caracas am 3. Januar zusammen.

Laut Analysten steht das Land vor einem kritischen Szenario aufgrund des Zusammenbruchs der Öllieferungen aus Venezuela, was dazu führen könnte, dass es in wenigen Wochen ohne Rohölreserven dasteht. Die langen Stromausfälle, die Lebensmittelknappheit und die soziale Unruhe nähren die Erwartungen an einen vorzeitigen politischen Wechsel.

Im Parallel drängte der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, kürzlich das kubanische Regime, "einen Ausweg zu verhandeln, bevor es zu spät ist", in Bezug auf die vorläufigen Kontakte, die laut Quellen in Washington zwischen beiden Regierungen begonnen haben sollen. Die Behörden in Havanna weisen jedoch jegliche Verhandlungen zurück und halten eine herausfordernde Rhetorik gegenüber dem internationalen Druck aufrecht.

Neben Kalshi schätzt die Plattform Polymarket — ebenfalls mit Sitz in den Vereinigten Staaten — die Wahrscheinlichkeit, dass Díaz-Canel vor dem 1. Juni aus dem Amt scheidet, auf 40 %, und auf 65 %, wenn das Referenzdatum bis zum 31. Dezember 2026 verlängert wird.

Beide Plattformen verwenden Finanzsysteme, um die Erwartungen der Investoren über überprüfbare Ereignisse zu messen, basierend auf Quellen wie The New York Times, Reuters, Bloomberg und Politico. In diesem Fall spiegeln die Indikatoren den zunehmenden Konsens unter internationalen Beobachtern wider, dass das kubanische Regime seinen fragilsten Moment seit Jahrzehnten durchlebt.

Archiviert unter:

CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.