Neuigkeiten auf dem Devisenmarkt nach der Rede von Díaz-Canel: Der Preis zweier Währungen steigt




Dieser Freitag bringt eine neue Erschütterung für den informellen Devisenmarkt in Kuba: Der Preis für den Euro steigt zum zweiten Mal in Folge, und auch der Wert der Freely Convertible Currency (MLC) nimmt zu.

Solo bleibt heute der Dollar stabil, der erneut zu 490 CUP gehandelt wird.

Der Preis des Euros steigt auf 545 CUP, fünf Pesos mehr als am Vortag.

Die MLC hingegen erreicht 405 CUP, was einen neuen Meilenstein in der Abwertung des kubanischen Pesos darstellt.

Entwicklung des Wechselkurses

Dieses Ansteigen, das den Abgrund zwischen der nationalen Währung und den wichtigsten Fremdwährungen noch weiter vertieft, erfolgt wenige Stunden nach dem jüngsten öffentlichen Eingreifen des Regierungschefs Miguel Díaz-Canel, der warnte, dass sich das Land auf „schwierigere Zeiten“ vorbereitet.

Der neue Anstieg des Wertes des Euro und der MLC auf dem informellen Markt spiegelt das mangelnde Vertrauen in die nationale Währung und in die Wirtschaftspolitik der kubanischen Regierung wider.

Während die Behörden weiterhin Geduld, Einsparungen und mehr Widerstand fordern, sieht sich die Bevölkerung einer Realität gegenüber, die von Prekarität, Hunger und Unsicherheit geprägt ist.

In diesem Kontext übersetzt sich jedes Wort, das Díaz-Canel ohne Unterstützung durch konkrete Maßnahmen ausgesprochen hat, in einen weiteren Rückgang des kubanischen Pesos. Wie einmal mehr bewiesen wurde, reagiert die Wirtschaft nicht auf Worte, sondern auf Taten.

Wechselkurs heute, 06.02.2026 - 7:20 Uhr in Kuba:

Tauschkurs des Dollars USD in CUP laut elTOQUE: 490 CUP.

Taus Wechselkurs des Euro EUR zu CUP laut elTOQUE: 545 CUP.

Tagewechselkurs des MLC zu CUP laut elTOQUE: 405 CUP.        

„Ich weiß, dass wir schwierige Zeiten erleben werden.“

In einer Rede, die über den YouTube-Kanal der Präsidentschaft von Kuba übertragen wurde, versuchte Díaz-Canel, einen Lagebericht zu geben, mitten in der Verschärfung der wirtschaftlichen, energetischen und sozialen Krise, die das Land erlebt.

„Ich bin kein Idealist. Ich weiß, dass wir schwierige Zeiten erleben werden. Das haben wir schon früher getan, aber jetzt werden wir es gemeinsam mit kreativer Widerstandskraft, Anstrengung und Talent überwinden“, erklärte der Präsident.

Der Regierungschef räumte ein, dass 2025 ein "schlechtes Jahr" für die Wirtschaft war.

Die Rede ließ nicht lange auf sich warten, um kritische Reaktionen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Insel hervorzurufen. Für viele Bürger und Experten war die Botschaft wiederholend, ausweichend und von der Realität entfremdet.

Die Fragen, die Díaz-Canel während seines Auftritts beantwortete, waren im Voraus festgelegt und seine Präsentation aufgezeichnet, was die Glaubwürdigkeit des Aktes noch weiter verringerte.

Entre den bisherigen herausragenden Kritiken steht die des kubanischen Ökonomen Mauricio de Miranda Parrondo, der erklärte: “Das kubanische Wirtschaftssystem kann nicht perfektioniert oder aktualisiert werden. Das System ist das Problem. Es ist notwendig, es abzubauen.”

Laut De Miranda sind die Versuche, die zentralisierte Planung mit Marktmechanismen in Einklang zu bringen, zum Scheitern verurteilt.

„Alle, die versucht haben, Reformen zu machen, in denen zentrale Planung und Markt koexistieren, sind gescheitert“, betonte er in einer ausführlichen Analyse, die er auf seinem Facebook-Profil veröffentlichte.

Devisenmarkt und neue Fehler

Der Ökonom kritisierte auch direkt das neu angekündigte System zur Zuteilung von Devisen und bezeichnete es als „einen neuen Fehler in der Wirtschaftspolitik“.

Abogó außerdem für die Schaffung eines „gesetzlichen und transparenten Devisenmarktes mit einem einheitlichen Wechselkurs“, der die Verzerrungen, die falschen Anreize und den Raum für Korruption beseitigt, die durch die derzeitigen parallelen Segmente entstanden sind.

Er hinterfragte auch die vermeintliche unternehmerische und kommunale Autonomie, die in der offiziellen Rede propagiert wird.

„Das staatliche Unternehmen muss über administrative, finanzielle und kommerzielle Autonomie verfügen“, sagte er, machte jedoch deutlich, dass dies „die Beseitigung der ministeriellen Unterordnung und die Ermöglichung privater Unternehmen“ impliziert.

Wechselkurs von US-Dollar (USD) zu Kubanischem Peso (CUP), basierend auf den Wechselkursen vom 6. Februar:

1 USD = 490 CUP.

2 USD = 980 CUP.

5 USD = 2.450 CUP.

10 USD = 4.900 CUP.

20 USD = 9.800 CUP.

50 USD = 24.500 CUP.

100 USD = 49.000 CUP.

Äquivalenz von Euro-Scheinen (EUR) in Kubanische Pesos (CUP):

1 EUR = 545 CUP.

5 EUR = 2,725 CUP.

10 EUR = 5,450 CUP.

20 EUR = 10.900 CUP.

50 EUR = 27.250 CUP.

100 EUR = 54.500 CUP.

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