Die Nutzerin @maradana23, die sich auf TikTok als Mara identifiziert, teilte ein Video aus Kuba, in dem sie offen die Angst ausdrückt, die sie angesichts der möglichen Entwicklungen inmitten der Energiekrise des Landes empfindet. Ihre Botschaft, fern von politischem Ton, ist zutiefst persönlich: sie spricht aus der alltäglichen Unsicherheit einer Person, die innerhalb der Insel lebt und nicht weiß, was sie erwarten kann.
„Ganz Kuba bereitet sich auf einen allgemeinen Zusammenbruch aufgrund des Öldefizits vor“, sagt er im Video, während er eine Realität beschreibt, die, seinen eigenen Worten nach, bereits seit Jahren das Leben der Kubaner prägt: Stromausfälle, Mangel, unzureichende Löhne und Hunger. Doch was ihn am meisten belastet, ist nicht das, was er erlebt hat, sondern die Möglichkeit, dass sich die Situation verschlechtert. Er fragt sich, ob es Monate ohne Elektrizität geben wird, ob Arbeitsstätten geschlossen werden, was mit Krankenhäusern und Schulen passieren wird und wie die Menschen an Lebensmittel gelangen werden.
In seiner Reflexion stellt er fest, dass die Kubaner „von Angst, Schrecken und Terror verzehrt werden, falls es noch schlimmer werden könnte.“ Er erkennt an, dass viele die kritisieren, die Angst äußern, betont jedoch, dass es menschlich ist, nach all den Jahren der Schwierigkeiten zu zweifeln und Angst zu empfinden. „Dieses Volk erträgt keinen weiteren Missbrauch“, behauptet er mit besorgter Stimme.
Sie hinterfragt auch, dass in den sozialen Medien ständig über Politik diskutiert wird, während, ihrer Meinung nach, der tägliche Schmerz des Volkes in den Hintergrund gedrängt wird. Sie hat das Video — sagt sie — „mit gequetschter Brust“ aufgenommen, in Gedanken an ihre Familie und an die Unsicherheit, die Millionen von Menschen im Land umgibt. Dennoch schließt sie mit einer einfachen Hoffnung: dass alles bald vorbei ist und die Kubaner eine bessere Zukunft haben können.
Das Video zog Hunderte von Kommentaren nach sich, viele davon aus Venezuela, wo mehrere Nutzer angaben, sich mit der Angst und Unsicherheit identifizieren zu können. „Wir Venezolaner verstehen euch“, schrieb eine Nutzerin. Andere sendeten Botschaften des Glaubens und der Unterstützung: „Verliert nicht die Hoffnung“, „Gott helfe euch“, „Wir beten für euch“. Über ideologische Positionen hinweg war das vorherrschende Gefühl Empathie gegenüber denen, die wie Mara die Krise von innen erleben und jeden Tag ohne klare Gewissheiten über das, was kommt, konfrontiert sind.
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