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Am 15. Februar verstarb in Havanna der Perkussionist und Direktor Amado Dedeu Hernández, eine unverzichtbare Persönlichkeit des musikalischen Erbes der Insel und Gründer der emblematischen Gruppe Clave y Guaguancó.
Die Nachricht wurde von der Empresa Comercializadora de la Música y los Espectáculos Ignacio Piñeiro bestätigt und vom Instituto Cubano de la Música veröffentlicht, das "tiefes Bedauern" über den Tod des Künstlers ausdrückte, der am 8. November 1945 in der kubanischen Hauptstadt geboren wurde. Sein Leichnam wird in der Leichenschauhalle in Zanja, im Zentrum Havannas, aufgebahrt, und die Beerdigung findet noch heute Nachmittag statt.
Für mehrere Generationen von Rumberos war Dedeu Lehrer, Referenz und leidenschaftlicher Verteidiger einer Tradition, die die kubanische Volksidentität prägt. Bevor er 1982 die Gruppe Clave y Guaguancó gründete, die einen Wendepunkt im Genre markierte, war er Mitglied des Grupo Los Roncos mit Carlos Embale sowie des Conjunto Folklórico Nacional, wo er sich als einer der Großen in der komplexen Welt der Rumba etablierte.
Dedicierte Jahre der künstlerischen Lehre und der Bewahrung der afrokubanischen Kultur, überzeugt davon, dass die Rumba nicht nur Musik, sondern das lebendige Gedächtnis des Volkes war. Im Jahr 2001 erlangte er internationale Anerkennung, als er mit dem Album La rumba soy yo den Latin Grammy gewann, ein Meilenstein, der das Genre auf globalen Bühnen präsentierte.
In den sozialen Medien begannen Musiker und Freunde, sich mit liebevollen Nachrichten von ihm zu verabschieden. Der Musiker Landy Calderín erinnerte ihn als „einen großen Bruder, Freund und Vater“ und rief die gemeinsamen Jahre sowie die Lücke, die sein Weggang hinterlässt, in Erinnerung.
Diejenigen, die ihn gekannt haben, sind sich einig, dass sein Leben von einer absoluten Hingabe an die Trommel, an den Guaguancó und an die Gemeinschaft, die ihn umgab, geprägt war. Sein Name wird für immer mit diesem rumbero Havanna verbunden sein, die zwischen Innenhöfen, Aufnahmestudios und internationalen Bühnen überdauert.
Mit seinem Tod verliert Kuba einen seiner kulturellen Wächter. Doch sein Werk, wie die Rumba selbst, wird weiter pulsieren.
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