Bebeshito bricht das Schweigen über Kuba mit einem klaren „Lasst sie gehen“



BebeshitoFoto © Instagram / Bebeshito

Der kubanische Reggaeton-Künstler Oniel Bebeshito überraschte seine Fans, als er ein Video auf Instagram veröffentlichte, in dem er den Refrain seines Songs "Se va" singt, während über dem Bild ein Satz zu lesen ist, der nicht unbemerkt blieb: „Que se vayan (mit einem emoji einer winkenden Hand als Abschied und der kubanischen Flagge)”.

Der Abschnitt gehört zu einem Teil des Refrains des Liedes, das er zusammen mit Dany Ome und Kevincito El 13 interpretiert: „Und dass er geht und alle die Hände nach oben heben“. Doch was die sozialen Medien aufheizte, war nicht die Musik, sondern der Kontext: die kubanische Flagge, die den Satz begleitete, und der gesellschaftliche Moment, den die Insel erlebt.

Aunque der Künstler keinen direkten Führer erwähnt oder eine explizite politische Erklärung abgegeben hat, interpretierten Hunderte von Anhängern die Botschaft als Anspielung auf die Macht in Kuba. Kommentare wie „Die kastroistische Diktatur?“, „Canel, die Castro und die PCC gehen“, „Freiheit für Kuba“ und „Wer verstanden hat, hat verstanden“ überschwemmten den Beitrag.

Andere Nutzer waren direkter und forderten, dass die Botschaft „ohne doppelte Bedeutung“ übermittelt wird, während einige in Frage stellten, ob es sich dabei einfach um eine Werbestrategie für das Thema handele. Es gab auch diejenigen, die verteidigten, dass kein Künstler verpflichtet sei, über Politik zu sprechen, aber darauf hinwiesen, dass wenn jemand behauptet, die Kubaner zu vertreten, das Schweigen in schwierigen Zeiten ebenfalls kommuniziert.

Das Video kommt mitten in einer tiefen wirtschaftlichen und sozialen Krise in Kuba, die von langanhaltenden Stromausfällen, Nahrungsmittelknappheit und wachsendem Bürgerunmut geprägt ist. In diesem Kontext erhält jede mehrdeutige Botschaft mit symbolischer Bedeutung eine größere Dimension.

Bis jetzt hatte Bebeshito keine öffentlichen Äußerungen zur politischen Lage des Landes gemacht. Daher wurde sein “Que se vayan”, begleitet von der kubanischen Flagge, von vielen als sein erstes Zeichen inmitten der nationalen Debatte gedeutet.

Ob es eine bewusste Aussage oder eine musikalische Zufälligkeit war, Tatsache ist, dass die Botschaft bereits für Gesprächsstoff sorgt...

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Izabela Pecherska

Redakteurin bei CiberCuba. Absolventin des Journalismusstudiums an der Universität Rey Juan Carlos in Madrid, Spanien. Redakteurin bei El Mundo und PlayGround.