Tokischa hat wieder für Aufsehen auf dem magentafarbenen Teppich der Premios Lo Nuestro gesorgt, aber diesmal zog sie nicht nur wegen ihres gewagten Stils die Blicke auf sich, sondern auch wegen der kraftvollen Botschaft, die sie ohne Filter übermittelte.
Die dominikanische Sängerin erschien in einem asymmetrischen, luftigen weißen Kleid mit griechischer Inspiration von Vivienne Westwood, kombiniert mit sehr hohen Plateauschuhen in derselben Farbe.
Dennoch fiel vor allem das aufsehenerregende Design des Outfits auf, das eine ihrer Brüste offenbarte, der lediglich mit einem silbernen Kreuz-Akkessor ausgestattet war. Wie zu erwarten war, löste der Look eine Welle von Kommentaren in den sozialen Medien aus.

Weit davon entfernt, der Kontroverse auszuweichen, war Tokischa direkt, als sie auf dem roten Teppich interviewt wurde. Ihre Antwort machte deutlich, dass ihre Wahl weder zufällig noch einfach provokant war.
„Mode ist nicht etwas, das mich herunterzieht oder nicht, es ist etwas, das mir gefällt. Es ist etwas Persönliches, das mir gefällt, weil es eine Kunst ist, die ich verstehe und mit der ich mich ausdrücke. Tatsächlich benutze ich Mode jetzt, um mich auszudrücken. Was ist mein Ausdruck? Ich werde mich nicht operieren lassen. Diese Brust, die ich hier habe, ist die, mit der ich bleiben werde, denn ich habe meine gesamte Karriere, die mir sagt, dass ich mir die Brust operieren lassen soll, dass ich mir die Brust operieren lassen soll. Ich werde mir die Brust nicht operieren lassen. Diese Brust gefällt mir und das ist die Brust, die ich weiterhin haben werde“, versicherte sie.
Mit dieser Erklärung machte die Künstlerin deutlich, dass ihr Kleid mehr als nur eine ästhetische Wette war: Es war eine Haltung gegenüber den Druck der Branche und den Schönheitsstandards. Wie sie erklärte, hat sie während ihrer gesamten Karriere immer wieder aufdringliche Kommentare erhalten, sich einer Schönheitsoperation zu unterziehen, was sie entschieden ablehnt.
Fiel ihrem respektlosen und herausfordernden Stil verwandelte Tokischa den Teppich in eine Plattform für persönlichen Ausdruck und Verteidigung ihres Körpers, so wie er ist. Für einige war es ein Akt der Ermächtigung; für andere eine unnötige Provokation. Die Tatsache ist, dass sie genau das erreichte, was sie oft anstrebt: eine Diskussion zu erzeugen.
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