Der kubanische Opponent José Daniel Ferrer bestätigte in der Sozialen Netzwerk X die Festnahme von panamaischen Bürgern in Kuba und wies die vom Innenministerium (MININT) gegebene Darstellung zurück und behauptete, dass „die Tyrannei lügt“ über die Geschehnisse.
Laut Ferrer wurden die „panamaischen Freunde“ festgenommen, weil sie Graffiti zur Unterstützung des Volkes der Insel sprayten. Außerdem hätten auch andere „solidarische Freunde der Schwesternation“ Lebensmittel an bedürftige Familien verteilt. Der Aktivist veröffentlichte Bilder einiger der gesprühten Botschaften und behauptete, dass sie „bald in Miami sein werden, um die wahre Geschichte zu erzählen“.
Die offizielle Version
Dieser Montag hat das MININT mitgeteilt, dass zehn panamaische Staatsbürger wegen der Durchführung von Propagandaaten gegen die verfassungsmäßige Ordnung, die im Artikel 124 des kubanischen Strafgesetzbuchs verankert sind, festgenommen wurden.
Laut der offiziellen Mitteilung fanden die Festnahmen am Samstag, den 28. Februar 2026, statt. Die Behörden behaupten, dass die Beteiligten nach Kuba eingereist sind, um Plakate zu gestalten und aufzuhängen, die als „subversiv“ und gegen das bestehende politische System gerichtet gelten.
Das Ministerium wies darauf hin, dass laut vorläufigen Ermittlungen die Festgenommenen zuvor Anweisungen erhalten haben sollen, um die Aktionen auszuführen und das Land sofort zu verlassen. Bei ihrer Rückkehr nach Panama würden sie angeblich eine Zahlung von zwischen 1.000 und 1.500 Dollar pro Person erhalten.
Ebenso gab das MININT an, dass die Festgenommenen zunächst ihre Teilnahme an den Vorfällen anerkannten, obwohl keine Details zu den Orten, an denen die Schilder angebracht wurden, oder dem genauen Inhalt der Botschaften veröffentlicht wurden.
Laufende Untersuchung
Das Vergehen der Propaganda gegen die verfassungsmäßige Ordnung sieht Strafen für die Herstellung, Verbreitung oder den Besitz von Materialien vor, die als gegen das politische System gerichtet angesehen werden.
Die Behörden haben mitgeteilt, dass die Ermittlungen fortgesetzt werden, um mögliche externe Verbindungen und die Koordination der Maßnahmen im Land zu klären. Bisher wurde nicht bestätigt, ob die Festgenommenen rechtlichen Beistand haben oder ob Kontakt zu panamaischen Konsularbehörden aufgenommen wurde.
Der Fall hat Reaktionen in den sozialen Medien ausgelöst und trägt ein neues Kapitel der Spannungen auf der politischen Bühne Kubas hinzu.
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