
Verwandte Videos:
Die Wiederherstellung des Nationalen Elektroenergienetzes (SEN) hat keine wirkliche Verbesserung für die Kubaner gebracht. Nur einen Tag nachdem die Behörden angekündigt hatten, dass das Land von Pinar del Río bis Santiago de Cuba wieder miteinander verbunden ist, wirken sich die Stromausfälle weiterhin massiv auf das gesamte nationale Gebiet aus.
Am Sonntag informierte die Unión Eléctrica (UNE), dass das SEN nach einem allgemeinen Ausfall am Samstag erneut verbunden war, was die zweite totale Trennung des Systems innerhalb einer Woche darstellte. Allerdings erkannte die Behörde selbst an, dass das Defizit bei der Stromerzeugung weiterhin bestand, was auf die anhaltenden Stromausfälle hindeutete.
Dieser Montag bestätigt diese Prognose. Laut offiziellen Daten, die von der Unión Eléctrica in ihrem neuesten Update des SEN geteilt wurden, befindet sich das System im Wiederherstellungsprozess, jedoch mit einer Kapazität, die weit unter der nationalen Nachfrage liegt.
Hohes Defizit und instabiles System
Um 06:00 Uhr betrug die Verfügbarkeit des Systems 1123 MW bei einer Nachfrage von 2070 MW, was eine Beeinträchtigung von 950 MW zur Folge hatte. Für die Mittagszeit wurde eine Beeinträchtigung von bis zu 1100 MW geschätzt.
Für die Hauptverkehrszeit in der Nacht ist die Lage noch kritischer. Bei einer prognostizierten Verfügbarkeit von 1223 MW und einer Nachfrage von 3050 MW würde das Defizit 1827 MW betragen, mit einer geschätzten Beeinträchtigung von 1857 MW.
Die Behörden führen diese Situation auf mehrere Ausfälle in wichtigen thermischen Kraftwerken zurück, darunter Einheiten in Mariel, Santa Cruz, Felton und Antonio Maceo, sowie auf geplante Wartungsarbeiten in anderen Anlagen. Hinzu kommen Einschränkungen in der thermischen Erzeugung, die mehr als 500 MW außer Betrieb lassen.
Havanna leidet ebenfalls unter langen Stromausfällen
In der Hauptstadt, wie die Empresa Eléctrica de La Habana in ihren offiziellen Kanälen berichtete, war der Service in mehreren Bereichen 24 Stunden lang unterbrochen. Obwohl er in den frühen Morgenstunden teilweise wiederhergestellt werden konnte, warnten die Behörden, dass die Auswirkungen aufgrund der Energiekrise weiterhin bestehen, ohne festgelegte Zeiten.
In den sozialen Netzwerken haben zahlreiche Bürger ihre Frustration über das Fehlen realer Verbesserungen nach der Wiederherstellung des Systems zum Ausdruck gebracht. Viele behaupten, dass die Stromausfälle mit derselben Intensität bestehen bleiben, während andere die Wirksamkeit der offiziellen Ankündigungen in Frage stellen.
Die Persistenz der Stromausfälle, selbst nach der Wiederherstellung der nationalen Interkonnektivität, verdeutlicht die Schwere der Energiekrise in Kuba, die durch die Obsoleszenz der thermischen Kraftwerke, den Mangel an Brennstoffen und die ständigen Ausfälle geprägt ist.
Archiviert unter: