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Die junge kubanische Aktivistin Anna Sofía Benítez Silvente, bekannt in den sozialen Netzwerken als Anna Bensi, verließ am Dienstag eine Polizeidienststelle in Alamar, nachdem sie von der Staatsicherheit vorgeladen worden war. Dies ist ein neues Ereignis, das Besorgnis bei denjenigen ausgelöst hat, die ihren Fall innerhalb und außerhalb der Insel verfolgen.
„Sie hat gerade die Einheit verlassen. 15:07 Uhr. ‚Gott hat die Kontrolle!‘“, schrieb der junge Christ David Espinosa auf Facebook und fügte dem Beitrag ein Bild von der jungen Frau hinzu, die sichtbar allein nach dem Verhör vor der Polizeistation geht.
Die Einladung war für 14:00 Uhr bei der PNR-Station 27 in Alamar, Havanna, angesetzt. Laut hat die junge Content-Creatorin zuvor berichtet, wurde das Dokument nicht direkt an sie übergeben, sondern an eine Cousine, und es wurde nicht angegeben, unter welcher Bedingung sie geladen wurde, was sie als Unregelmäßigkeit bezeichnete.
Obwohl die Behörden behaupteten, es handele sich um eine „Aussageaufnahme“ im Zusammenhang mit dem Verfahren gegen ihre Mutter, Caridad „Cary“ Silvente, wies Anna Sofía diese Version zurück und warnte, dass der wahre Grund darin bestehe, Druck auf sie auszuüben.
Der Fall ihrer Mutter steht im Mittelpunkt des Konflikts. Cary Silvente wurde Tage zuvor befragt, weil sie ein Video aufgenommen und verbreitet hat, das einen Agenten des Innenministeriums zeigt, während der Übergabe einer Vorladung in ihrer Wohnung. Aufgrund dieses Vorfalls sieht sie sich Anklagen nach dem kubanischen Strafgesetzbuch gegenüber, mit möglichen Gefängnisstrafen, sowie Maßnahmen wie Hausarrest und Ausreiseverbot.
Die eigene Anna Sofía hatte bereits vorhergesehen, dass sie vorgeladen werden würde, nachdem eine Agentin während des Verhörs ihrer Mutter direkte Warnungen ausgesprochen hatte. Trotz des zunehmenden Hegens hat die junge Frau öffentlich betont, dass sie nicht beabsichtigt, zu schweigen.
Das Bild ihres Ausstiegs aus der Einheit, allein und unter der habanischen Sonne, ist zu einem Symbol einer Geschichte geworden, die viele Kubaner mit Besorgnis verfolgen: die einer Familie, die institutionellem Druck ausgesetzt ist, weil sie ihre Stimme in den sozialen Medien erhebt.
Inmitten des Drucks erhob auch ihre Mutter, Caridad „Cary“ Silvente, öffentlich ihre Stimme zur Verteidigung ihrer Tochter. „Gott sei mit dir, Tochter, meine bedingungslose Unterstützung für dich, niemand kann dich dafür anklagen, anders zu denken. Freiheit für die politischen Gefangenen.“
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