Ein brennender Müllcontainer erleuchtete die Dunkelheit von Centro Habana während eines Stromausfalls, in einer Szene, die Anwohner als immer häufiger in der kubanischen Hauptstadt beschreiben.
Das Feuer ereignete sich in der Maloja-Straße, an der Ecke zur Lealtad, wo eine intensive Flammenkolonne die Dunkelheit der Nacht durchbrach und die Luft mit Rauch erfüllte. Die von der unabhängigen Journalistin Camila Acosta in sozialen Netzwerken geteilten Bilder zeigen mehrere Personen, die aus der Ferne zuschauen.
„JETZT: Müllplatz in der Straße Maloja, Ecke Lealtad in Brand gesetzt“, schrieb Acosta zusammen mit dem Video des Moments.
Bis jetzt wurden die Ursachen dieses Brandes nicht berichtet, aber der Vorfall zeigt erneut ein Problem auf, das an verschiedenen Orten in Havanna wiederholt auftritt: die Ansammlung von Müll und dessen Verbrennung als Alternative zur fehlenden Abfallentsorgung.
Vor wenigen Tagen hat ein weiterer Brand in Centro Habana an der Kreuzung von Águila und Monte ebenfalls durch das Verbrennen von Abfällen seinen Ausgang genommen. In diesem Fall breiteten sich die Flammen bis zu einem geschlossenen Altgeschäft aus, was das Eingreifen der Feuerwehr erforderlich machte, um das Feuer zu löschen.
In dicht besiedelten Stadtteilen mit veralteten Gebäuden stellen diese Brände ein ständiges Risiko dar. Die Szene in Maloja, in der das Feuer die Beleuchtung während des Stromausfalls ersetzt, spiegelt nicht nur die Prekarität der grundlegenden Dienstleistungen wider, sondern auch die tägliche Verwundbarkeit derjenigen, die von angesammeltem Müll umgeben leben und keine Lösungen in Sicht haben.
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