Ein Kubaner aus Palma Soriano in Santiago de Cuba wurde auf Facebook viral, als er seine Lösung zum Wäschewaschen ohne Elektrizität präsentierte: ein Stock mit einem durchlöcherten Plastikbehälter, der die Wäsche in einem Eimer mit Wasser und Seife schwenkt, den er "Handwaschmaschine" nannte.
Das Video, veröffentlicht von Alexei Sadin Arias, hat mehr als 509.000 Aufrufe, 11.128 Likes und 746 Kommentare in dem sozialen Netzwerk.
„Nun, meine Herren, ich bin auf dieses neue Gerät gestoßen, das hier in Kuba aufkommt, und zumindest auch hier im Palma Seriano“, sagt Sadin im 49-sekündigen Clip, in dem er den kompletten Waschprozess zeigt.
Der Autor selbst erkannte, dass das Gerät nicht ausschließlich kubanisch ist: "Das nennt man, ich weiß nicht, ob in anderen Ländern, 'palito chino'. Mexikanisch-chinesisch", erklärte er, bevor er schloss, dass es sich um "eine gute Erfindung, eine manuelle Waschmaschine für die Hände" handelt.
Die Reaktion in den sozialen Medien war sofort und geteilt zwischen Lachen, Empörung und Bewunderung.
Carlos Camilo fasste das Gefühl vieler in einem knappen „Gehen wir zurück in die Steinzeit“ zusammen, während CubicheServices feierte, dass „Kreativität keine Grenzen hat“ und scherzte, dass Alexei Sadin Arias sich bei der Erfindung stark machen würde, worauf der Autor selbst lachend antwortete.
Silvia Gomez wies darauf hin, dass "der Schmerz in den Armen schlimmer sein wird, als wenn ich auf traditionelle Weise wasche", obwohl Vivian Sánchez entgegnete, dass "es zwei in eins ist, es wäscht und trainiert die Muskeln". Mayra Ester Ramirez war direkter in Bezug auf die physischen Risiken: "Und die Bursitis, die ich bekomme, ist heftig".
Andere Nutzer wiesen darauf hin, dass die Erfindung in der Region nicht neu ist: Carmencita Bermudez Cartagena erinnerte daran, dass "wir so die Wäsche in Puerto Rico nach dem Durchzug des Hurrikans María gewaschen haben", als wir monatelang ohne Strom waren.
Roberto Barrera Gracial fasste es mit einem Satz zusammen, den viele teilten: "Bei Gott, je mehr Bedarf, desto mehr Kreativität."
Maria Antonia Lima hingegen schlug etwas Ambitionierteres vor: "Die Kubaner sollten den Nobelpreis für Kreativität und Überleben erhalten."
In Kuba hingegen ist der Kontext anders: Es handelt sich nicht um einen punktuellen Notfall, sondern um eine strukturelle Krise.
Según Diario de Las Amércias, das Land schloss 2025 als das schlechteste Jahr in der Elektrotechnik seit Jahrzehnten, mit Stromausfällen von bis zu 20 Stunden täglich in einigen Regionen, und der Minister für Energie und Bergbau, Vicente de la O Levy, räumte ein, dass 2026 "ein schwieriges Jahr sein wird" und dass wir die Stromausfälle nicht beseitigen werden, berichtete Infobae.
In diesem Szenario hören solche Erfindungen auf, Kuriositäten zu sein und werden zu Dokumenten des Verfalls des Alltagslebens auf der Insel.
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