Ein Video, das einen Kampf zeigt, an dem Personen kubanischer Herkunft in der Supermanzana 23 von Cancún beteiligt sind, hat eine Welle der Empörung unter den Anwohnern ausgelöst, die am Mittwoch in einer Demonstration vor dem Rathaus von Benito Juárez mündete. Dort forderten die Einwohner mehr Sicherheit und die Intervention des Nationalen Migrationsinstituts (INM), um den rechtlichen Status der in der Gegend lebenden Ausländer zu überprüfen.
Die Anwohner berichten von mindestens zehn Vorfällen von Übergriffen und Diebstählen pro Monat, ein Problem, das über die Supermanzana 23 hinausgeht und auch die Supermanzonen 22, 24, 26 und 27 betrifft. Alles geschieht, so die Betroffenen, "vor den Augen der Behörden", wie das lokale Medium Expediente Quintana Roo berichtete.
Der unmittelbare Auslöser der Proteste war ein Vorfall vom vergangenen Wochenende, als ein Ausländer heftig reagierte, nachdem ihm schmutziges Wasser auf die Straße gespritzt wurde. Er zerbrach die Tür eines Hauses und löste einen Gruppenangriff auf die Nachbarn aus, die versuchten, den Schaden zu melden. Die Anwohner fordern die Intervention der Einwanderungsbehörde angesichts der fehlenden Reaktion der lokalen Behörden.
Die Mexikanerin Teresa Rodríguez berichtete dem Medium: "Einer jagt meinen Bruder und zwei andere schlagen ihn mit Stöcken." Ein Angehöriger der Opfer wies auf die Schwere des Angriffs hin: "Sie haben ihn mit Stöcken traktiert. Sie hätten ihn dabei töten können."
Die Straflosigkeit verschärft die Situation. Obwohl die öffentliche Sicherheit vor Ort war und der Angreifer seine Schuld eingestand, „schließt er sich einfach hinter einem Tor ein und es wird ihm nichts mehr getan“. Die Folgen sind sowohl physischer als auch psychologischer Natur: „Ich habe Angst, auf der Straße zu gehen, denn wenn der Typ rauskommt und mich angreift, was soll ich dann tun?“.
Der Kontext ist für die Kubaner nicht isoliert, deren Stigmatisierung unter den Bewohnern des beliebten mexikanischen Badeorts zunehmend zunehmen beginnt.
Kürzlich wurde Remigio Valdez Lao in Cancún festgenommen, der als finanzielles Gehirn eines kriminellen Netzwerks angesehen wird, während die Besorgnis über die Ankunft von kubanischen Deportierten aus den Vereinigten Staaten nach Mexiko und deren Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften zunimmt.
Archiviert unter: