Die Provinz Mayabeque feierte in dieser Woche einen "Generationen Austausch" im Sitz des Provinzkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, mit Gründern der Partei, Mitgliedern der Union der Kommunistischen Jungend und politischen Führungskräften, die sich versammelt haben, um über Vermächtnisse, Kontinuitäten und martianische Liebe zu sprechen. Dies geschah während Kuba eine der brutalsten Krisen seiner jüngeren Geschichte durchlebt: Stromausfälle von bis zu zwanzig Stunden täglich, chronischer Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten sowie eine massive Emigration, die nicht aufhört.
Der Akt, geleitet von Elson Antonio Ramos Linares, dem ersten Sekretär der PCC in Mayabeque, und in Anwesenheit des Gouverneurs Manuel Aguiar Lamas, diente der Feier des 65. Jahrestages der Partei.
Einer der anwesenden Gründer zitierte Martí, um seinen Aufruf zur Kohäsion zu untermauern: "Der Moment ist der Harmonie und des Gleichgewichts gewidmet. Dort ist die Liebe. Wir müssen konsequent sein, ohne das Prinzip und die Werte zu verlieren, und stets die Festigkeit und das Beispiel." Ein weiterer Teilnehmer hob den Nutzen des Treffens hervor: "Die Kämpfer, die ihren Teil beigetragen haben, fühlen sich zufrieden und das wirkt anspornend und hilft, die Arbeit an der Basis zusammenzuführen, insbesondere mit den neuen Generationen."
Das Regime entblößte dabei seine gewohnte Erzählweise: eine durchgehende Linie, die von José Martí – Gründer der Kubanischen Revolutionären Partei im Jahr 1892 – über Julio Antonio Mella und Carlos Baliño – Schöpfer der ersten Kommunistischen Partei Kubas im Jahr 1925 – bis hin zu Castro und der Einheitspartei reicht, die seit 1965 die Insel regiert. Das Treffen diente auch dazu, den hundertsten Geburtstag von Fidel Castro am 13. August 2026 anzukündigen, ein Datum, das das Regime zum Mittelpunkt all seiner Feierlichkeiten in diesem Jahr gemacht hat.
Am Ende der Veranstaltung wurde angekündigt, dass die Aktivitäten zum Jubiläum Ehrungen für Militante mit "stabilem Einsatz" umfassen werden.
Doch während innerhalb der Machteliten immer wieder Parolen über „Liebe“, „Festigkeit“ und Kontinuität wiederholt werden, schlägt die Realität draußen mit brutaler Klarheit auf Millionen Kubaner ein, die mit endlosen Stromausfällen, Mangel und Hoffnungslosigkeit konfrontiert sind. Der Kontrast zwischen der offiziellen Rhetorik und dem Alltag verdeutlicht einmal mehr die Entfremdung einer politischen Elite, die darauf besteht, ihr Erbe zu feiern, während das Land in eine immer tiefere Krise sinkt.
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