Ein Ehepaar aus Palma Soriano, Santiago de Cuba, ist seit Sonntag, dem 13. April, willkürlich festgehalten worden, nachdem es gegen eine Geldstrafe von 16.000 Pesos protestiert hatte, die ein Inspektor dem Ehemann für den Verkauf von Wurzelgemüse auferlegt hatte.
Alexeis Serrano Águila, Selbstständiger und Opponent, wurde an diesem Tag zur Polizeistation in Palma Soriano zitiert und bei seinem Erscheinen festgenommen. Als seine Frau, Delis Frómeta Suárez, sich erkundigen ging, wurde sie ebenfalls verhaftet.
Todo se desencadenó el viernes 11 de abril, cuando un inspector multó a Serrano Águila por vender viandas. La pareja protestó públicamente y el video de la reacción de Frómeta Suárez circuló en redes sociales, donde se le escucha interpelar a sus conciudadanos: "Wie lange werden Kubaner mit der Zunge im Hinterteil verweilen? Darum ist Kuba so, weil niemand seine Rechte einfordert."
Beide sind der Straftat des Missachtung angeklagt und sehen sich der Gefahr gegenüber, in Untersuchungshaft bis zur Gerichtsverhandlung genommen zu werden.
Der Fall wurde öffentlich von dem Aktivisten José Raúl Gallego gemeldet, der darauf hinwies, dass das Ehepaar "willkürlich festgehalten wird, beschuldigt des Ungehorsams und in Gefahr ist, bald in Untersuchungshaft zu kommen".
Cubalex hat den Fall als schwere Verletzung der Menschenrechte angezeigt und auf die Isolationssituation der beiden Festgenommenen sowie den Verschlechterungszustand ihrer Gesundheit hingewiesen. Laut dieser Organisation befindet sich Alexeis Serrano Águila im Hungerstreik, während Delis Frómeta Suárez – die an chronischen Krankheiten leidet – keine angemessene medizinische Versorgung erhalten hat. Die Organisation warnte zudem vor der Lebensgefahr für beide und forderte ihre sofortige Freilassung.

Die familiäre Situation ist kritisch. Die Festnahme dieses Ehepaares hat ihre zwei jungen Töchter in eine extrem verletzliche Lage gebracht, wirtschaftlich ungeschützt und gezwungen, sich um ihre Großmutter zu kümmern, ohne kaum Mittel.
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