Der kubanische politische Gefangene Alexander Fábregas verbringt seit 69 Tagen in einer Isolationszelle



Alexander Mario Fábregas MilanezFoto © Facebook/Alexander Fabregas

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Der kubanische politische Gefangene Alexander Mario Fábregas Milanés ist heute seit 69 Tagen in einer Strafzelle des Provinzgefängnisses El Pre in Santa Clara eingesperrt, als Konsequenz für die Forderung nach dringender medizinischer Versorgung für einen anderen politischen Insassen.

Die in Deutschland lebende kubanische Aktivistin Tania Tasé hat diesen Sonntag in Facebook auf den Fall aufmerksam gemacht und betont, dass es die Mutter von Fábregas, Luisa María Milanés Valdés, ist, die jeden vergangenen Tag zählt. "Sie ist es, die jede Stunde, jeden Tag, jede Woche und jeden Monat zählt. Sie ist es, die nicht schläft, die kaum isst, krank vor Sorge und Wut über diese Ungerechtigkeit."

Alles begann, als Fábregas die gravierende Situation von Gregorio Rafael Acuña, einem diabetischen politischen Gefangenen, der ohne angemessene Behandlung Gangrän entwickelte, anprangerte. Nach der Protestaktion von Alexander wurde Acuña schließlich operiert, aber der Eingriff kam zu spät: Man amputierte ihm einen Teil des Fußes, und sein Zustand bleibt weiterhin kritisch. Er ist weiterhin im Krankenhaus und könnte sich einer weiteren Operation unterziehen müssen.

„Er lebt dank Alex“, behaupten diejenigen, die den Fall verfolgt haben.

Die Antwort der Justizbehörden erfolgte umgehend. Laut der Anzeige hatte Fábregas einen Konflikt mit einem Gefängnisbeamten, woraufhin er in eine Strafzelle gebracht wurde, wo er seit über zwei Monaten unter extremen Bedingungen bleibt.

Die Anschuldigungen richten sich auch gegen mehrere Beamte des Gefängnissystems in Villa Clara, die als direkte Verantwortliche für die Maßnahme und die Bedingungen innerhalb des Gefängnisses bezeichnet werden. Unterdessen warnen andere Berichte über die kritische Gesundheitslage von Insassen wie Yanquiel Villavicencio Balmaseda, der kürzlich trotz mehrerer chronischer Erkrankungen ohne angemessene Behandlung in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt wurde.

Alexander Fábregas verbüßt eine siebenjährige Gefängnisstrafe für die Durchführung einer Übertragung in den sozialen Medien, mit Anklagen, die Propaganda gegen die verfassungsmäßige Ordnung umfassen. Heute ertönt sein Name wieder, nicht wegen dessen, was er damals tat, sondern wegen dessen, was er im Gefängnis tat: sich für einen anderen einsetzen.

Der junge Mann ist Teil der tausenden politischen Gefangenen, deren Existenz das Regime leugnet. Sein Fall hat jedoch aus einem erschreckenden Grund begonnen, große Runden zu machen: Er wurde bestraft, weil er dringend medizinische Hilfe für einen anderen Inhaftierten gefordert hat.

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