Vermisstenmeldung eines Senioren in Santiago de Cuba



Carlos Clavel CamejoFoto © Facebook / Yosmany Mayeta Labrada

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Carlos Clavel Camejo, ein Rentner, der in der San Miguel-Straße zwischen Aguilera und Portuondo in Santiago de Cuba wohnt, wurde am Samstag als vermisst gemeldet, nachdem er morgens seine Wohnung verlassen hatte und nicht zurückkehrte.

Die Warnung wurde auf Facebook von dem unabhängigen Journalisten Yosmany Mayeta Labrada basierend auf Informationen seines Neffen verbreitet, der bestätigte, dass die gesamte Familie, einschließlich der Frau von Carlos, aktiv nach ihm sucht.

Familienangehörige sind verzweifelt nach dem Verschwinden von Carlos Clavel Camejo, der seit heute Morgen vermisst wird. Laut seinen Angehörigen ist er keine Person, die es gewohnt ist, ohne Vorankündigung auszugehen, berichtete Mayeta.

"Sie ist keine Person, die es gewohnt ist, ohne Vorankündigung auszugehen," fügte sie hinzu.

Ein weiteres Familienmitglied bestätigte, dass man ihn in allen Krankenhäusern von Santiago gesucht hat und er in keinem ist.

Carlos verließ sein Haus und hatte kein Telefon dabei.

"Im Moment erlebt er ein kleines psychisches Ungleichgewicht", präzisierte er.

Wer Informationen über den Aufenthaltsort dieses Mannes hat, kann die folgenden Telefonnummern anrufen:

+53 63245459

+53 51612552

+53 59191392

+53 56767477

Dieser Fall reiht sich in eine Reihe von Vermisstenmeldungen von älteren Menschen in Kuba ein, die in letzter Zeit Besorgnis erregt haben. Unter ihnen Nelson Benites Torres, 73 Jahre alt mit seniler Demenz, dessen Familie ebenfalls soziale Medien nutzte, um Hilfe bei seiner Suche zu bitten.

Ein weiterer ähnlicher Fall war der von Engracia Martínez Peña, 85 Jahre alt und an Alzheimer erkrankt, deren Familie ebenfalls um die Mithilfe der Bürger bat, um sie zu finden. Ebenso wurde Alcides Magdariaga Chacón, 80 Jahre alt und im Januar 2024 verschwunden, einem weiteren Fall, der die öffentliche Meinung bewegte.

Die Wiederholung dieser Situationen zeigt das institutionelle Versagen des kubanischen Regimes im Umgang mit Fällen von vermissten Personen, was die Familien zwingt, auf die Verbreitung in sozialen Netzwerken und auf die Solidarität der Bürger angewiesen zu sein, um ihre Angehörigen zu finden.

In Kuba gibt es kein Frühwarnsystem, es gibt keine Verbreitung in staatlichen Medien, und die Polizei wird immer wieder wegen ihrer Untätigkeit kritisiert.

Das Fehlen transparenter institutioneller Mechanismen zwingt die kubanischen Familien weiterhin dazu, alleine nach ihren Angehörigen zu suchen, wobei sie nur ein Telefon und einen Facebook-Beitrag als Ressourcen zur Verfügung haben.

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CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.

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