Cubanische Arbeiter werden mit Entlassung bedroht, wenn sie sich weigern, ein Dokument zur ideologischen Unterstützung zu unterschreiben



Kubanische Arbeiter unterschreibenFoto © Granma

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Arbeiter in Matanzas werden unter Androhung der Entlassung gezwungen, die Listen der Kampagne "Meine Unterschrift für das Vaterland" zu unterschreiben, so eine Beschwerde, die von CiberCuba erhalten wurde und deren Quelle aus Sicherheitsgründen anonym bleibt.

Die meldende Person erzählte, dass sie sich geweigert habe, die Initiative von Miguel Díaz-Canel zu unterschreiben, und mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bedroht wurde.

„Meine Freundin wird bedroht, dass man sie aus der Arbeit werfen könnte“, sagte sie und wies darauf hin, dass der Druck nicht nur auf ihr laste, sondern auch auf denen, die sie umgeben.

Die Angst als Kontrollmechanismus wird in einem der aufschlussreichsten Zeugenaussagen der Beschwerde deutlich: "Meine Mutter hat unterschrieben, weil sie Angst hat."

Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, dass die Praxis über ihre Provinz hinausgeht: "Das muss in ganz Kuba geschehen."

Der Druck beschränkt sich nicht auf die Arbeitsstätten. Ein Screenshot einer Unterhaltung in einer Messaging-Gruppe mit dem Namen "Für die Heimat unterschreiben" zeigt, dass dieselbe Dynamik in Bildungseinrichtungen reproduziert wird.

In diesem Chat berichtet eine Person, dass sie aus einer Versammlung in ihrer Schule ausgeschlossen wurde, weil sie sich geweigert hat, das Dokument zu unterschreiben: "Ich wurde hinausgeworfen, weil sie sagen, dass meine Ideen nicht mit den revolutionären Prinzipien übereinstimmen."

Einige der Teilnehmer an diesem Gespräch äußerten offen ihre Ablehnung. "Ich habe heute durchgedreht und alles gesagt, was ich wollte", schrieb einer von ihnen und fügte hinzu: "Sollten sie danach Maßnahmen ergreifen, ist mir das egal."

Ein weiterer Teilnehmer hinterfragte die grundsätzliche Basis der offiziellen Rede: "Ich weiß nicht, wer hier dafür kämpfen wird."

Diese Beschwerden treten in einem Kontext von anhaltender ideologischer Eskalation seitens des Regimes auf. Seit März 2026 hat die Regierung ihre kriegerische Rhetorik intensiviert und die Förderung des Militärdienstes als angebliche patriotische Pflicht vorangetrieben, wobei dieser Druck sogar auf Kinder und Frauen ausgeweitet wird.

Der Ministerio de las Fuerzas Armadas Revolucionarias und die regionalen Armeen haben die Rhetorik der revolutionären Verteidigung bei öffentlichen Veranstaltungen und in Bildungseinrichtungen vervielfacht.

Die Praxis, in Arbeits- und Bildungsstätten Loyalitätserklärungen unterzeichnen zu lassen, ist in Kuba nicht neu.

Das Regime hat historisch gesehen diese Räume als Werkzeuge der politischen Kontrolle genutzt, wobei die Weigerung, an Beitrittsakte teilzunehmen, arbeits- oder akademische Konsequenzen nach sich ziehen kann.

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CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.

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