Der Papst Leo XIV erklärte am Donnerstag, dass Staaten das Recht haben, Regeln an ihren Grenzen aufzustellen, warnte jedoch, dass man, wenn Migranten ankommen, sie wie Menschen und nicht schlechter als Tiere behandeln sollte, wie die Journalistin Eva Fernández in ihren sozialen Netzwerken festhielt, berichtete RTVE.
Der Pontifex machte diese Äußerungen während der Pressekonferenz, die an Bord des Papstflugzeugs stattfand, auf dem Rückweg nach Rom nach seiner apostolischen Reise nach Afrika.
León XIV betonte, dass Migration ein globales Phänomen ist, das nicht nur aus einer nationalen oder regionalen Perspektive betrachtet werden kann.
Der Papst erkannte die Souveränität der Länder an, ihre Grenzen zu verwalten, bestand jedoch darauf, dass dieses Recht keine unmenschliche Behandlung von Menschen rechtfertigen kann, die vor Armut, Gewalt oder dem Klimawandel fliehen.
Ihre Worte kommen zu einem Zeitpunkt intensiver politischer Debatten über die Migrationspolitik in Europa und Amerika.
Der apostolische Reise nach Afrika endete mit einer großen Messe im Stadion von Malabo vor 30.000 Gläubigen, wo Leon XIV sich mit einer emotionalen Botschaft der Hoffnung und Solidarität vom afrikanischen Kontinent verabschiedete.
Der Kontext dieser Aussagen gewinnt besonders an Bedeutung im Hinblick auf die erste Reise eines Papstes nach Spanien seit dem Weltjugendtag 2011, die für nächsten Juni geplant ist, berichtete El País.
Während dieser Reise ist vorgesehen, dass der Papst sich mit Migranten und sozialen Einrichtungen trifft, um dieses humanitäre Drama sichtbar zu machen.
Die papale Visite in Spanien fällt zudem mit der offenen Debatte in diesem Land über einen außerordentlichen Prozess zur rechtlichen Regularisierung von Migranten, der mehr als 500.000 Personen zugutekommen würde, die bereits auf spanischem Territorium leben, zusammen, eine Maßnahme, die sowohl Unterstützung als auch politische Kontroversen ausgelöst hat.
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