Der Minister für Energie und Bergbau von Kuba, Vicente de la O Levy, hat am Mittwoch in der Mesa Redonda des kubanischen Fernsehens denunciado, dass die Vereinigten Staaten die Reparaturen mehrerer thermischer Kraftwerke des Landes direkt behindert haben.
„Wir mussten die Reparatur von Céspedes Cuatro (Einheit einer thermischen Kraftwerks) abschließen, da uns aus den Vereinigten Staaten eine Softwareanwendung verweigert wurde, um die Einheit instand zu setzen und sie starten zu können“, sagte er.
Der Minister machte das US-Embargo für die kubanische Energiekrise verantwortlich. Seine Aussagen verdeutlichen die Fragilität der technischen Fähigkeiten des Landes sowie die Abhängigkeit von internationalen Ressourcen und Dienstleistungen zur Aufrechterhaltung der Stromerzeugung in Kuba.
Der Beamte hob hervor, dass im Fall des thermischen Kraftwerks Carlos Manuel de Céspedes in Cienfuegos auf interne Lösungen zurückgegriffen wurde, bei denen mehrere staatliche Stellen einbezogen wurden.
„Wir mussten mit der Rüstungsindustrie, dem Ministerium für Industrie, den Kollegen der Elektronikgruppe und den Kollegen der Elektrizitätsunion zusammenarbeiten, uns damit auseinandersetzen und eine nationale Lösung finden. Es hat Zeit in Anspruch genommen, da es sich um komplexe Technologien handelt“, erklärte er in einem Ton, der die Improvisation als die gewohnte Antwort auf die strukturellen Mängel betont.
Der Minister sprach auch über die Schwierigkeiten im Wärmekraftwerk Antonio Guiteras, einem der bedeutendsten des Landes. Er wies darauf hin, dass nach dem Kauf von in den USA ansässigen Unternehmen, die mit seinem Bau verbunden sind, neue technische und logistische Hindernisse entstanden sind.
Außerdem wurde die Abberufung ausländischer technischer Fachkräfte während der Arbeiten in anderen Anlagen aufgrund angeblicher Druckausübung aus den Vereinigten Staaten angeprangert.
„Spezialisten, die bereits in Einheiten wie Felton arbeiten [...] wurden telefonisch kontaktiert, packten ihre Werkzeugkoffer, sammelten ihre Sachen ein und gingen“, berichtete er und verdeutlichte die Instabilität in der internationalen technischen Unterstützung.
Diese Erklärungen erfolgen in einem Kontext langanhaltender Stromausfälle im ganzen Land, die die Bevölkerung und die Wirtschaft weiterhin schwer beeinträchtigen. Während die Regierung auf externe Faktoren verweist, wächst das Unbehagen der Bürger über das Fehlen nachhaltiger Lösungen für die Energiekrise.
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