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Der amtierende Generalstaatsanwalt der Vereinigten Staaten, Todd Blanche, hat eine Verfügung unterzeichnet, die medizinisches Marihuana mit staatlicher Lizenz umklassifiziert und es von der strengsten Kategorie – die für Substanzen reserviert ist, die keinen anerkannten medizinischen Nutzen haben und ein hohes Missbrauchspotenzial aufweisen, wie beispielsweise Heroin – in eine weniger restriktive Kategorie überführt, neben Substanzen wie Ketamin und anabolen Steroiden.
Bis zu diesem Zeitpunkt erschien medizinisches Cannabis, das von den Staaten reguliert wird, im Anhang I des Gesetzes über kontrollierte Substanzen, und jetzt wurde es in Anhang III eingestuft. Dies stellt die erste echte Änderung des Bundesstatus von Cannabis seit dem Marihuanasteuergesetz von 1937 dar.
Die Verordnung legalisiert Marihuana auf Bundesebene weder für medizinische noch für Freizeitnutzung, verändert jedoch grundlegend die Art und Weise, wie die Regierung sie regelt. Marihuana, das nicht durch ein lizenziertes staatliches Programm für medizinische Marihuana abgedeckt ist, bleibt weiterhin in Annex I eingestuft.
Blanche erklärte in einer Mitteilung, dass das Justizministerium das Versprechen von Präsident Trump einhält, den Amerikanern den Zugang zu medizinischen Behandlungsoptionen zu erweitern.
Diese Neuklassifizierung ermöglicht es, die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Substanz zu untersuchen, was letztendlich den Patienten eine bessere Versorgung und den Ärzten zuverlässigere Informationen bietet.
Die Maßnahme fällt unter die Richtlinie des Präsidenten Donald Trump, die im Dezember 2025 unterzeichnet wurde, die das Justizministerium anwies, den Prozess der Einstufung von Cannabis auf Bundesebene voranzutreiben.
Laut Berichten wird der Prozess beschleunigte Verwaltungsanhörungen ab dem 29. Juni umfassen, mit dem Ziel, die Klassifikation so schnell wie möglich zu formalizieren.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Maßnahme sind erheblich: Man schätzt, dass die Cannabisindustrie aufgrund der bestehenden Beschränkungen gemäß Annex I zusätzliche 2,3 Milliarden Dollar an Bundessteuern gezahlt hat, eine Belastung, die durch den neuen Status verringert werden könnte.
Im legislative Bereich haben mehr als 20 republikanische Senatoren, angeführt von Senator Ted Budd, ihre Unterstützung für die Neubewertung zum Ausdruck gebracht und betont, dass dies einen notwendigen Schritt zur Modernisierung der Bundespolitik über Cannabis darstellt.
Die Maßnahme erfolgt in einem Kontext breiter Unterstützung durch die Bevölkerung: 64 % der Amerikaner unterstützen die Legalisierung von Marihuana, wie aus aktuellen Umfragen hervorgeht, was einen tiefgreifenden Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung dieser Substanz widerspiegelt.
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