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In den letzten Wochen haben zwei Meldungen in sozialen Netzwerken die Alarmglocken in Villa Clara und Sancti Spíritus läuten lassen, wo Landwirte den Diebstahl von Stuten bei Tageslicht melden, in Vorfällen, die viele bereits als Teil einer zunehmend verbreiteten Praxis auf der Insel betrachten.
Einer der Vorfälle ereignete sich in Remedios, Villa Clara, wo ein „anerkanntes und wertvolles“ gelbes Pferd gestohlen wurde, wie die Seite von Facebook „El Más Puro Rodeo Cubano“ meldete. Das Tier wurde gegen 11:00 Uhr morgens gestohlen, eine Uhrzeit, die die Straflosigkeit der Verantwortlichen zeigt.
Die Anzeige fordert dringend Hilfe bei der Lokalisierung und bietet eine Belohnung für Informationen an. Die Botschaft ist klar und verzweifelt: Das Tier soll zurückgebracht werden, ohne Schaden zu leiden. „Töten Sie sie nicht, fügen Sie ihr keinen Schaden zu“, flehen sie, sich dessen bewusst, dass viele dieser Diebstähle mit dem illegalen Verkauf von Fleisch enden.
Diese Situation wird durch einen weiteren Fall ergänzt, der in Jatibonico, Sancti Spíritus, von Bienestar Animal Cuba (BAC) gemeldet wurde, bei dem eine Familie ein Pferd verloren hat, das sie monatelang mit viel Mühe aufgezogen hatten. Laut ihren Berichten wurde das Tier lediglich einmal pro Woche genutzt, um Lebensmittel zu besorgen, eine Realität, die die Prekarität widerspiegelt, in der viele Landwirte leben.
Die Anschuldigung geht über einen Einzelfall hinaus. Aktivisten und Bürger warnen vor der Existenz eines organisierten Netzwerks, das sich dem Diebstahl und der Schlachtung von Pferden und Stuten widmet, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. „Es ist eine Mafia“, klagen sie an und weisen zudem auf das Versagen der Behörden bei diesen Verbrechen hin.
Die Auswirkungen sind nicht nur wirtschaftlicher Natur. Für viele ländliche Familien stellen diese Tiere ihr Haupttransportmittel und ihre Lebensgrundlage dar. Sie zu verlieren bedeutet, in der Krise praktisch schutzlos dazustehen.
Während die Anklagen zunehmen, wächst auch die Angst. Landwirte berichten, dass sie unter ständiger Überwachung leben, in dem Wissen, dass sie jederzeit das nächste Opfer eines Verbrechens werden können, das, weit davon entfernt, zu schrumpfen, scheinbar in mehreren Provinzen des Landes an Bedeutung gewinnt.
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