Die kubanische Schauspielerin Darianis Palenzuela veröffentlichte an diesem Mittwoch einen Reel auf Instagram, in dem sie mit Humor und ohne Umschweife Dinge von Influencern, die sie stören, aufzählt – fünf sehr gängige Eigenschaften in der Art und Weise, wie Inhalte für soziale Medien erstellt werden, die sie als unerträglich empfindet.
Das Video beginnt mit einer Warnung, die die Schauspielerin selbst deutlich gemacht hat: "Dass sich niemand beleidigt fühlt, das ist nichts Persönliches, aber ganz ehrlich, meine Damen und Herren, ihr übertreibt."
Die erste Kritik richtet sich gegen die Liebeserklärungen, die einige Influencerinnen wiederholt und generisch an verschiedene Partner richten. "Es kann nicht sein, dass jeder der Liebe deines Lebens ist, dass jeder dich verändert hat und dass jeder deine Welt mit Farben gefüllt hat", sagte Palenzuela und fügte ironisch hinzu: "Sag zumindest Chat GPT, dass er dir den Text umschreiben soll."
Der zweite Punkt betrifft die Restaurantempfehlungen. Laut der Schauspielerin ist es nicht glaubwürdig, dass eine Influencerin in einem einzigen Monat fünf verschiedene "beste Restaurants" hat. "Freundin, als Geschäftsinhaberin würde ich dich nicht engagieren. Erstens, weil ich keine Exklusivität habe. Und aus der Sicht eines Followers vertraue ich deinem Urteil nicht", erklärte sie.
Die dritte Unannehmlichkeit ist die Ansammlung von Berufen in der Biografie des Profils. Palenzuela nannte als Beispiel die Kombination aus "Unternehmerin, Lifestyle, Fotografin, Model, Fitness" und fragte: "Wann habt ihr in einem Alter von 20 Jahren so viele Dinge gemacht? Deshalb hat die Leute dieses Bild vom Kubaner. Man kann nicht so übertreiben."
Der vierte Punkt sorgte für einen der komischsten Momente des Videos: die Obsession mit Matcha, dem japanischen Grünteepulver, das zu einem globalen Trend im Bereich des Wohlbefindens geworden ist und von kubanischen Influencerinnen massenhaft in sozialen Medien beworben wird. "Der Matcha. Der Matcha macht mich verrückt. Und dass mir ja niemand sagt, mein Herr, dass das lecker ist", sagte die Schauspielerin und machte damit ihren Unmut über die Übersättigung mit wellnessbezogenen Inhalten deutlich, die von der wirtschaftlichen Realität der Insel abgekoppelt sind.
Die fünfte und letzte Kritik behandelte ein tiefergehendes Thema: die öffentliche Ausstellung solidarischer Handlungen. Palenzuela erkannte, dass es manchmal sinnvoll ist, solche Aktionen zu zeigen, um Finanzierung zu suchen oder Unterstützung zu gewinnen, zog jedoch eine Grenze. "Allein die Tatsache, alles Gute, was du tust, vollkommen offen zu teilen, lässt mich hinterfragen, ob du es wirklich tust, um zu helfen, oder ob du es für die Sichtbarkeit tust", bemerkte er.
Archiviert unter: