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Ein Mann wurde in der Ortschaft Veguitas, im Kreis Yara, in Granma, festgenommen, weil er fünf Stahlbalken aus der Verkehrs-Infrastruktur ausgrub, was erhebliche Schäden an der öffentlichen Straße verursachte und die Sicherheit von Fahrern und Fußgängern gefährdete, wie eine offizielle Quelle berichtete.
Die Behörden bezeichneten den Vorfall als einen Akt von Vandalismus und Diebstahl, der «die Gemeinschaft empörte». Laut dem Beitrag, der auf dem Facebook-Profil «Entérate con Aytana Alama», betrieben vom Ministerium für Innere Angelegenheiten (Minint), veröffentlicht wurde, handelte die Person «ohne Skrupel und ohne Sinn für die Bürgerpflicht», als sie die Metalleinsätze direkt von der Straße entwendete.
Laut offiziellen Informationen intervenierte die Nationalrevolutionäre Polizei schnell und stellte den Festgenommenen unter Ermittlungsprozess. Der Text gab keine Details über die Identität des Festgenommenen oder den vorgesehenen Zielort für die gestohlenen Materialien preis.
Der Ton des offiziellen Berichts ist eindeutig belehrend: Der Festgenommene wird als «Übeltäter» beschrieben, der «die Straße zum eigenen Vorteil missbraucht», und es wird gewarnt, dass «das Gesetz mit vollem Gewicht auf diejenigen fallen wird, die versuchen, das zu zerstören, was mit so viel Mühe aufgebaut wurde».
Dieser Fall reiht sich in ein wachsendes Muster von Diebstählen von Baustellenmaterialien und Infrastrukturkomponenten im ganzen Land ein. Im Juli 2025 wurde in Bayamo, ebenfalls in der Provinz Granma, eine Person festgenommen, weil sie die Eisenbahnstrecke unmittelbar vor dem Durchgang eines Zuges sabotiert hatte, ein Akt, der in einer Tragödie enden könnte.
Im Mai desselben Jahres nahm die Polizei einen weiteren Mann fest, der beim Diebstahl von Schwellen der Eisenbahnlinie im Municipio Mella, Santiago de Cuba, ertappt wurde und somit die Sicherheit des Verkehrs gefährdete. Einen Monat zuvor wurde ebenfalls ein Mann entdeckt, der Stahlträger von der Eisenbahninfrastruktur stahl in Arroyo Naranjo, La Habana.
Der Diebstahl von Metallen aus öffentlichen Infrastrukturen ist zu einem großen Teil auf die wirtschaftliche Krise zurückzuführen, die das Land durchlebt, sowie auf den florierenden Schwarzmarkt für Baumaterialien.
Angesichts der Eskalation solcher Vorfälle auf nationaler Ebene erließ das Oberste Volksgericht im Mai 2025 das Gutachten 475, das die Strafen für Vergehen gegen strategische Infrastrukturen in Sektoren wie dem Eisenbahnwesen, dem öffentlichen Transport, dem Elektrizitätssystem und den Telekommunikationen verschärfte und diese als Sabotage gemäß Artikel 125 des Strafgesetzbuches einordnete.
Das Gutachten ordnet zudem eine zügige gerichtliche Behandlung, exemplarische Prozesse und eine umfangreiche Medienberichterstattung über die Verfahren an.
Mitten in der akuten Energiekrise ergreift das Regime drastische Maßnahmen angesichts der zunehmenden kriminellen Aktivitäten, die das nationale Stromnetz betreffen, wie Vandalismus und Diebstahl von Brennstoffen, Isolierölen, Komponenten, Teilen und anderen Ressourcen des elektrischen Netzes, Photovoltaikanlagen, Solarpanels und Generatoren.
Die im Gutachten 475 vorgesehenen Sanktionen umfassen Strafen von sieben bis 30 Jahren Haft, lebenslange Freiheitsstrafe oder sogar die Todesstrafe in schweren Fällen, wenn eine Gefahr für Menschenleben besteht, Minderjährige eingesetzt werden oder die Tat in der Nacht begangen wird. Darüber hinaus gibt es weitere Strafmaßnahmen wie die Beschlagnahme von Eigentum und ein Ausreiseverbot aus dem Land.
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