Überstellung und Wartezeit auf die Abschiebung: Neuer Wendepunkt im Fall des Kubaners, der nach 50 Jahren in den USA von ICE festgenommen wurde.



Eddie Gattorno und seine Tochter Danielle Anguiano.Foto © Facebook/Danielle Anguiano.

Der Fall von Eddie Gattorno, dem Kubaner, der nach über fünf Jahrzehnten in den Vereinigten Staaten vom Einwanderungs- und Zollschutz (ICE) festgenommen wurde, entwickelt sich weiterhin inmitten von Unsicherheit und familiärer Angst.

Ihre Tochter, Danielle Anguiano, berichtete in einem neuen Update, das auf sozialen Medien veröffentlicht wurde, dass ihr Vater erneut verlegt wurde, diesmal ins Winn Correctional Center in Winnfield, Louisiana, wo er mindestens drei Monate verbringen könnte, während er auf seine Abschiebung nach Mexiko wartet.

Captura de Facebook/Danielle Anguiano.

„Sie glaubt, dass sie dort mindestens drei Monate sein wird, während sie auf ihre Abschiebung wartet“, erklärte die junge Frau, die den Fall seit der Festnahme ihres Vaters dokumentiert hat, die während eines Routinebesuchs bei den Einwanderungsbehörden stattgefunden hat.

Das neue Zentrum, so wurde berichtet, stellt keine Verbesserung der Bedingungen dar. Im Gegenteil, es wurde betont, dass die Einrichtung eine „lange Geschichte des Missbrauchs“ hat, was die Sorge der Familie verstärkt, die bereits auf die Behandlung von Gattorno an seinem früheren Aufenthaltsort in Alabama hingewiesen hatte.

Laut den Informationen, die sie nach Konsultationen mit anderen Personen in ähnlichen Situationen erhalten haben, sieht sich die Familie einem begrenzten rechtlichen Szenario gegenüber. Anguiano erklärte, dass es praktisch keinen Spielraum für sofortige Maßnahmen gebe, da sein Vater bereits über einen Abschiebeauftrag verfügt.

„Wenn 180 Tage vergangen sind und er weiterhin festgehalten wird, dann haben wir erst dann die Möglichkeit, dagegen zu kämpfen“, betonte er.

In der Zwischenzeit berichtete er, dass die Behörden ihn bis zu sechs Monate lang festhalten können, selbst wenn er zum Zeitpunkt seiner Festnahme kein Verbrechen begangen hat. „Es ist wirklich ein kaputtes System“, bedauerte er.

Die Familie äußerte ebenfalls Frustration über die Unmöglichkeit, ihren Ausreisewunsch nach Mexiko zu beschleunigen, eine Option, die, obwohl sie eine Deportation zur Folge hätte, angesichts der aktuellen Haftbedingungen als vorzuziehen erachtet wird.

Der Fall von Gattorno hat in der kubanischen Gemeinschaft starke Reaktionen ausgelöst, nicht nur wegen seines langen Aufenthalts in den Vereinigten Staaten, sondern auch aufgrund des Kontrasts zwischen seinem Alltag — der kürzlich von der Hochzeit seiner Tochter geprägt wurde — und seiner aktuellen Situation in einem Einwanderungssystem, das weiterhin aufgrund seiner Praktiken und Bedingungen in der Kritik steht.

Für Danielle bleibt die Priorität eine: dass ihr Vater so schnell wie möglich seine Freiheit zurückgewinnt, selbst wenn das bedeutet, neu außerhalb des Landes zu beginnen, in dem er den größten Teil seines Lebens gelebt hat.

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