Ein kubanischer Bauer wird in Santiago de Cuba ermordet, um ihm seine Ochsen zu stehlen



Bueyes in Kuba.Foto © Facebook/El Mas Puro Rodeo Cubano

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Die Gewalt in ländlichen Gebieten Kubas erschüttert erneut eine Gemeinschaft. Der Mord an einem Landwirt im Osten des Landes hat unter den Nachbarn Bestürzung und Angst ausgelöst, während Berichte über die zunehmende Unsicherheit auf dem Land laut werden.

Die Opfer, in sozialen Medien als Osvaldo Carbonel identifiziert, soll angegriffen worden sein, nachdem er seine Tiere, die ihm Tage zuvor gestohlen worden waren, zurückgeholt hatte. Laut einer Meldung, die über das Facebook-Profil El Más Puro Rodeo Cubano verbreitet wurde, gelang es dem Mann, sein Gespann aus Ochsen nach mehreren Tagen der Schwierigkeiten zurückzuholen, doch eine Woche später kehrten die mutmaßlichen Täter zurück.

Dieses Mal war der Ausgang fatal. Carbonel soll in seiner Wohnung mit extremer Gewalt angegriffen worden sein, ein Vorfall, der von Zeugen als besonders brutal beschrieben wurde. Nach dem Angriff hätten die Angreifer erneut die Tiere mitgenommen, obwohl diese später in mehreren Kilometern Entfernung vom Ort aufgefunden wurden.

Captura von Facebook/El Mas Puro Rodeo Cubano.

Die ersten Berichte ordneten das Verbrechen in Mayarí Arriba, Holguín, ein, während neuere Veröffentlichungen es im Municipio Segundo Frente, in der benachbarten Provinz Santiago de Cuba, verorten. Dies spiegelt die mangelnde klare offizielle Information bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt wider.

Captura von Facebook/Nio meldet ein Verbrechen.

Inmitten der Unsicherheit behaupten mehrere Quellen in sozialen Medien, dass drei Personen im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen wurden. Die Behörden haben jedoch weder die Festnahmen noch Details zur Untersuchung öffentlich bestätigt.

Captura von Facebook/El Mas Puro Rodeo Cubano.

Die Auswirkungen sind tiefgreifend. Angehörige, Nachbarn und Nutzer in sozialen Netzwerken haben ihren Schmerz über den Tod eines Mannes zum Ausdruck gebracht, der als arbeitsam und bescheiden beschrieben wurde und sich der Pflege seiner Tiere widmete, die seine Hauptlebensgrundlage waren.

Die Bürgerreaktion war umgehend. Zahlreiche Kommentare spiegeln Empörung und Verzweiflung über die Ereignisse wider, mit Beschwerden über die zunehmende ländliche Gewalt und das Gefühl der Vernachlässigung, das viele Landwirte empfinden. Einige warnen, dass „die Angst bereits herrscht“ in diesen Gebieten, während andere versichern, dass diese Art von Verbrechen nicht isoliert ist.

Captura von Facebook

Der Fall hat die Debatte über den Viehdiebstahl in Kuba neu entfacht, ein Phänomen, das laut vieler Zeugenaussagen in den letzten Jahren zugenommen hat und die Menschen, die von der landwirtschaftlichen Arbeit abhängig sind, ständig in Gefahr bringt.

Bislang gibt es keine offizielle Version der Ereignisse, was zahlreiche Fragen zu dem, was geschehen ist, offen lässt.

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CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.

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