Kubaner im Ausland sendet klare Botschaft an die von der Insel: "Geld wächst nicht auf Bäumen."

Der kubanische Schöpfer @arguellespositivo bittet die Kubaner auf der Insel, den Überweisungen aus dem Ausland Dankbarkeit entgegenzubringen: „Das Geld wächst nicht auf Bäumen.“



Kubaner im AuslandFoto © @arguellespositivo / TikTok

Der kubanische Content-Creator @arguellespositivo hat gestern auf TikTok ein Video von etwas mehr als zwei Minuten mit dem Titel «Las Cosas como son» veröffentlicht, in dem er eine direkte Reflexion an die Kubaner auf der Insel über die Überweisungen und den echten Aufwand, der hinter jeder Sendung steckt, richtet.

Die Botschaft beginnt ohne Umschweife: „Bist du Kubaner? Dann hör zu, was ich dir sagen werde. Es wird vielen Menschen weh tun, aber die Dinge sind, wie sie für mein Volk in Kuba sind.“

Der Schöpfer anerkennt ohne Euphemismen die Härte des Lebens auf der Insel: „Ich weiß, dass es kein Leben gibt, dass es keine Möglichkeiten gibt, dass es nichts gibt, keine Lebensmittel, keine Arbeit, kein Wasser, keinen Strom, keine Möglichkeit, voranzukommen.“

Pero der Kern seiner Überlegungen zielt in eine andere Richtung: Er fordert diejenigen, die in Kuba leben, auf, die Verwandten im Ausland zu schätzen, die ihnen mit Opferbereitschaft 10, 15 oder 20 Dollar senden.

„Dankt den kleinen Menschen hier drüben, die außen sind. Den kleinen Menschen, die in der Lage sind, dir 10, 15 oder 20 Pesos zu schicken, egal wie viel oder wie wenig“, sagt er im Video.

Der Schöpfer warnt, dass das Leben außerhalb Kubas nicht das idealisierte Bild ist, das viele von der Insel haben: „Hier gibt es Wasser, es gibt Strom, es gibt Essen und alles Mögliche, aber alles hat seinen Preis und alles erfordert Anstrengung, Arbeit, Opfer und Geld.“

Sein Aufruf ist konkret: dass die Kubaner auf der Insel sich nicht ärgern, wenn ein Verwandter aus dem Ausland nicht die erwartete Menge senden kann.

„Regt euch nicht auf, wenn jemand euch sagt: ‚Heute kann ich nicht, heute kann ich dir 20 schicken, aber ich kann dir keine 30 schicken, heute kann ich dir 50 schicken, aber ich kann dir keine 100 schicken‘“, merkt er an.

Der Satz, der ihre gesamte Überlegung zusammenfasst, ist eindringlich: „Geld wächst nicht auf den Bäumen. Geld kostet, und es kostet einiges, und oft haben nicht alle die Möglichkeit, dir die Hand zu reichen.“

Dieser Typ von Zeugenaussage ist Teil einer sehr aktiven Debatte in den sozialen Medien der kubanischen Diaspora. Eine Kubanerin in den Vereinigten Staaten explodierte im März aufgrund der ständigen Bitten ihrer Angehörigen auf der Insel, und ein Kube in Miami erklärte im Januar, warum er sich weigerte, 200 Dollar an einen Freund zu senden.

Der eigene @arguellespositivo hat eine Historie in diesem Bereich: Im Oktober 2024 veröffentlichte er ein Video über die Wahrheiten des «amerikanischen Traums», in dem er erklärte, dass es im Ausland «keine Freunde oder Familie gibt, du bist allein gegen die Welt», und im November desselben Jahres reflektierte er über wie der wirtschaftliche Druck Paare zerstört in den Vereinigten Staaten.

Die vom Schöpfer beschriebene Krise hat konkrete Zahlen: Die Geldüberweisungen der Diaspora nach Kuba überstiegen vor den jüngsten Einschränkungen 2.000 Millionen Dollar jährlich, aber nur 24 % der kubanischen Bevölkerung erhielten diese Überweisungen, so Schätzungen des Kubanischen Observatoriums für Menschenrechte.

„Hier ist das Leben auch hart und auch schwierig“, fasst @arguellespositivo zusammen. „Es heißt nicht, in das Elend zu weinen, es heißt, eine Wahrheit auszusprechen, die dir niemand sagen kann.“

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Yare Grau

Gebürtig aus Kuba, lebe ich jetzt in Spanien. Ich habe Sozialkommunikation an der Universität von Havanna studiert und später ein Studium der audiovisuellen Kommunikation an der Universität von Valencia abgeschlossen. Derzeit bin ich Teil des CiberCuba-Teams als Redakteurin in der Unterhaltungssektion.

Yare Grau

Gebürtig aus Kuba, lebe ich jetzt in Spanien. Ich habe Sozialkommunikation an der Universität von Havanna studiert und später ein Studium der audiovisuellen Kommunikation an der Universität von Valencia abgeschlossen. Derzeit bin ich Teil des CiberCuba-Teams als Redakteurin in der Unterhaltungssektion.