Der Kubaner Gino Montalvo wurde erneut zum Mittelpunkt einer Kontroverse in der dominikanischen Reality-Show Planeta Alofoke, nachdem der Teilnehmer Anthony Peguero, bekannt als „Liguita“, ihm in einer Programm-Dynamik die Worte „Geh zurück in dein Land“ entgegenrief, was eine Welle der Empörung unter den Anhängern und der kubanischen Gemeinschaft im Ausland auslöste.
Von Ginos Konto teilten sie den Moment mit der Beschreibung: «Ich bin das Zentrum ihrer Inhalte, eine Gruppe von Geschmacklosen».
Der Clip sammelte in wenigen Stunden über 80.000 Aufrufe, 11.527 „Gefällt mir“-Angaben und 870 Kommentare, wobei Hunderte von Nutzern den Kommentar von Liguita als Fremdenfeindlichkeit bewerteten und Sanktionen für die Produktion forderten.
„In dem Moment, in dem Liguita sagt 'Geh zurück in dein Land', ist das kein Inhalt mehr, sondern ein rassistischer und xenophober Kommentar“, schrieb ein Follower und wandte sich an Santiago Matías.
Ein weiterer Nutzer war direkter: «Jemandem zu sagen 'Geh zurück in dein Land' ist eine Respektlosigkeit. Respekt hat keine Nationalität. Heute war es ein Kubaner, morgen kann es jeder sein. Das ist Xenophobie und sollte nicht toleriert werden.»
Die Empörung war durchweg spürbar: Dominikaner, Puerto-Ricaner und Kubaner vereinten sich unter dem Hashtag #TeamGino, um Strafen zu fordern und den Kubaner an die Spitze der Rangliste zu bringen.
„Seit dem ersten Tag waren alle gegen ihn ohne jeglichen Grund“, schrieb ein Kommentar.
Die Ironie des Moments blieb vielen nicht verborgen: Während Liguita am 20. Mai mit nur 36.231 Punkten den neunten Platz im Ranking einnahm, führte Gino die Tabelle mit 134.740 Punkten an, gefolgt von Carlos Montesquieu (132.948) und Nacho Estrella (129.997).
„Der Inhalt von allen. Ohne Gino gibt es keinen Planeten“, fasste ein Anhänger zusammen.
Dies ist nicht das erste Mal, dass der Kubaner im Programm Widrigkeiten gegenübersteht. Der eigene Santiago Matías, Schöpfer des Formats, stellte live in Frage, ob Gino den ersten Platz im Ranking verdiente.
Trotz allem erholte sich der kubanische Künstler —Drag Queen und Imitator mit Wohnsitz in Miami, bekannt für seine Imitationen von Shakira und Beyoncé— und übernahm wieder die Führung in dem Wettbewerb, der einen Hauptpreis von 250.000 Dollar bietet und eine Dauer von 55 Tagen hat.
Die Anhänger fordern jetzt, dass die Moderatoren im nächsten Primetime konkrete Maßnahmen gegen Liguita wegen seines Kommentars ergreifen.
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