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Der kubanische Sport trauert um den Tod von Raydel Carales Manzano, liebevoll bekannt als „Titi“, einem ehemaligen Wasserballspieler, der seine gesamte Karriere in Kuba verbracht hat und die Provinz Camagüey im nationalen Hochleistungssport vertreten hat.
Die Nachricht wurde von seinem Bruder, dem ebenfalls Polospieler Giraldo Carales, über einen emotionalen Beitrag in den sozialen Medien bestätigt, der eine große Welle der Anteilnahme in der kubanischen Sportgemeinschaft auslöste.
„Heute ist TITI von mir gegangen. Und ich fühle buchstäblich, dass ein Teil meiner Seele mit ihm gegangen ist“, schrieb Giraldo in der Nachricht, die tausende von Anhängern berührte.
Raydel wurde bereits in jungen Jahren in den kubanischen Schwimmbädern ausgebildet und nahm an Wettkämpfen teil, wobei er sich durch Disziplin, Einsatz und seinen wettbewerbsorientierten Charakter in den nationalen Turnieren auszeichnete. Nach seiner aktiven Athletenkarriere blieb er dem Sport als Trainer der Elite-Schwimmwasserballmannschaft Kubas verbunden.
Er war auch die Stütze des täglichen Trainings seines Bruders Giraldo während der Jahre in der Leistungssport-Schule der Insel. Beide wuchsen eng miteinander auf und teilten jeden Aspekt des Alltags und des Sports.
„Wir schliefen zusammen. Wir wachten zusammen auf. Wir wischten uns halb im Schlaf die Zähne putzen, um zum Training zu gehen. Wir fuhren zusammen mit dem Bus zum Pool. Wir wärmten uns zusammen auf. Wir machten zusammen Gewichte. Wir schwammen zusammen. Wir spielten zusammen Pässe. Wir schossen zusammen aufs Tor“, berichtete Giraldo in seinem Beitrag.
Die Botschaft hob auch die Rolle von Raydel als Führer und Beschützer seit der Kindheit hervor: „Du warst mein Führer seit meiner Kindheit. Da du der Gute im Haus warst, trafen all meine Unarten dich. Die Lehrer sprachen mit dir über mich. Und ohne es zu merken, hast du angefangen, mich von klein auf zu beschützen.“
Giraldo erinnerte sich außerdem an die Stärke, die seinen Bruder im Wasser charakterisierte: „Denn dir wurde nie etwas geschenkt. Du warst nicht der Technischste. Du warst Mut, Einsatz und Herz.“
Er erinnerte sich auch an eine Ungerechtigkeit, die er niemals vergaß: Raydel wurde aus der Nationalmannschaft der Jugend von Marcelo Salado ausgeschlossen, obwohl er Torschützenkönig in den Schulklassen war, ein Vorfall, der beide tief prägte.
Giraldo, der nach Spanien emigrierte, um in europäischen Ligen zu konkurrieren, erlebte über Jahre die geografische Trennung von seinem Bruder als eines der größten Opfer seines Lebens. Im Dezember 2021, nach mehr als zwei Jahren außerhalb Kubas, erlebte er ein emotionales Wiedersehen mit Raydel am internationalen Flughafen «José Martí» in Havanna, einen Moment, den er in den sozialen Medien teilte und der Tausende von Menschen berührte.
«Selten erleben zwei Brüder das, was wir erlebt haben. Deshalb, obwohl wir nicht vierzig Jahre zusammen gelebt haben, habe ich das Gefühl, dass wir das erlebt haben, was andere Brüder in siebzig Jahren erleben würden. Denn wir haben nicht nur Augenblicke geteilt. Wir haben das ganze Leben geteilt», schloss Giraldo in seinem ergreifenden Tribut.
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