Inflation und teures Benzin zwingen die Amerikaner, ihre Einkäufe zu reduzieren

Zwei von drei Amerikanern senken ihre Ausgaben aufgrund von Inflation und hohen Benzinpreisen, so eine Umfrage des Conference Board, die diesen Dienstag veröffentlicht wurde.



Walmart-Filiale (Referenzbild)Foto © Flickr/Walmart

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Zwei von drei Amerikanern kürzen ihre Ausgaben aufgrund des anhaltenden Preisanstiegs, so eine Umfrage des Conference Board, die diesen Dienstag veröffentlicht wurde, die die direkte Auswirkung der Inflation und der steigenden Benzinpreise auf die Haushalte des Landes aufzeigt.

Der Verbraucherindex des Conference Board fiel im Mai 2026 um 0,7 Punkte auf 93,1, was den ersten Rückgang nach drei aufeinanderfolgenden Monaten mit Zuwächsen darstellt, und steht im auffälligen Gegensatz zu den Aktienmärkten, die Rekordhöhen erreicht haben.

Die Umfrage beinhaltete in diesem Monat spezielle Fragen, die eine eindeutige Aussage ergaben: 66 % der Befragten gaben an, ihre Einkäufe als Reaktion auf die steigenden Preise zu reduzieren, wobei die Mehrheit teure Anschaffungen aufschiebt und ihre allgemeinen Ausgaben kürzt.

Viele Verbraucher planen auch, bei Kleidung, Schuhen, Hobbyartikeln, Spielzeug und Spielen zu sparen.

Der Hauptauslöser ist der Preis für Benzin, der von 2,98 Dollar pro Gallone in die Höhe geschnellt ist — das Niveau vor Beginn des Krieges gegen den Iran Ende Februar — bis zu einem landesweiten Durchschnitt von 4,49 Dollar, wobei er fast den gesamten Mai bei oder über 4,50 Dollar blieb.

Die Inflation stieg im April auf 3,8% im Vergleich zum Vorjahr, die höchste Rate in drei Jahren und weit über dem Ziel von 2% der Federal Reserve, angetrieben durch Energie, Lebensmittel und Versandkosten.

Die Lebensmittelpreise üben ebenfalls Druck aus: Der Preis für Rindfleisch ist um 14,7 % gestiegen, und die Preise im Supermarkt haben im Jahresvergleich um 3,6 % zugenommen, verschärft durch den historischen Rückgang des Viehbestands in den USA, der im Januar 2026 den niedrigsten Stand seit den 50er Jahren erreichte.

Die Auswirkung auf die Löhne ist direkt: Erstmals seit April 2023 sind die Realeinkommen negativ geworden, da die Löhne um 3,6 % gestiegen sind, während die Inflation bei 3,8 % liegt.

Die Umfrage des Conference Board zeigte auch eine zutiefst ungleiche Wirtschaft: Das Vertrauen wuchs unter Haushalten mit einem Einkommen von 100.000 Dollar oder mehr jährlich, während es für die Mehrheit der anderen zurückging.

„Die Aussicht auf höhere Preise und eine schnellere Inflation belastet weiterhin das Vertrauen, wobei viele Haushalte in diesem Jahr einen vorsichtigeren Ansatz bei ihren Käufen verfolgen“, bemerkte Ben Ayers, leitender Ökonom von Nationwide.

Der Verbrauchervertrauensindex der Universität von Michigan erreichte im Mai einen historischen Tiefstand von 44,8, den dritten Rückgang in Folge, wobei 57 % der Befragten spontan den Anstieg der Preise als Faktor nannten, der ihre persönlichen Finanzen belastet.

Die inflationsbereinigten Einzelhandelsumsätze sind im April ebenfalls gesunken, nach einem soliden Anstieg im März, was bestätigt, dass der reale Konsum nachlässt.

Der Ausblick hat politische Implikationen: Eine Umfrage von Marist im Mai ergab, dass 61% der Amerikaner mit dem wirtschaftlichen Management von Präsident Trump unzufrieden sind, und 63% machen ihn zumindest teilweise für die hohen Benzinpreise verantwortlich, was für die Republikaner Probleme bei den Midterm-Wahlen schaffen könnte.

Es gibt jedoch ein gemischtes Signal: Die Erwartungen der Verbraucher für die nächsten sechs Monate haben sich leicht verbessert, was einige Ökonomen als Hinweis darauf interpretieren, dass die Haushalte erwarten, dass der Konflikt mit dem Iran in diesem Zeitraum endet. „Ich glaube, dass die Situation in den kommenden Monaten für die Haushalte unangenehm sein wird, aber es wird keine Wiederholung dessen sein, was wir 2021 und 2022 erlebt haben, als die Inflationszahlen Monat für Monat weiter anstiegen“, sagte Oliver Allen, leitender Ökonom bei Pantheon Macroeconomics.

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CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.

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