Der Sahara-Staub kehrt zurück: Er könnte in die Karibik und in die Vereinigten Staaten gelangen

Der Meteorologe Matt Devitt warnt, dass große Säulen saharischer Staub über die Karibik ziehen und in den nächsten zwei Wochen die Vereinigten Staaten erreichen könnten.



Saharastaub (Referenzbild)Foto © Videoaufnahme von YouTube von Noticias de WESH 2

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Der Meteorologe Matt Devitt warnte an diesem Donnerstag vor der Rückkehr des Saharastaubs in die Karibik und wies darauf hin, dass große Staubwolken in den nächsten zwei Wochen von Afrika nach Westen ziehen werden, die bis in den Juni 2026 vordringen.

Laut der Prognose von Devitt wird der Staub die Karibik überqueren und möglicherweise auch die Vereinigten Staaten erreichen, und zwar gemäß dem saisonalen Muster, das sich jedes Jahr zwischen Mai und Oktober wiederholt.

«Es ist wieder diese Jahreszeit: Große Staubwolken werden in den nächsten zwei Wochen, im Juni, von Afrika aus in Richtung Westen ziehen. Sie werden die Karibik überqueren und könnten auch die Vereinigten Staaten erreichen», schrieb der Meteorologe in seinem Beitrag.

Das Phänomen, das technisch als Saharatische Luftschicht bekannt ist, ist eine warme, trockene Luftmasse, die mit Staub geladen ist und alle drei bis fünf Tage über den tropischen Atlantik zieht, laut der Nationalen Ozean- und Atmosphärenverwaltung der Vereinigten Staaten (NOAA).

Die aktivste Saison intensiviert sich Mitte Juni und erreicht ihren Höhepunkt zwischen Ende dieses Monats und Mitte August.

Ein im Wetterbericht enthaltenes Satellitenbild zeigt eine dichte Wolke in Gold- und Brauntönen, die sich von der westlichen Küste Afrikas – Mauretanien, Senegal und Mali – in den Atlantik erstreckt.

Der Sahara-Staub hat direkte Auswirkungen auf die tropischezyklonale Aktivität: Die Sahara-Luftschicht enthält etwa 50% weniger Feuchtigkeit als die typische tropische Luft, was die Atmosphäre stabilisiert, die Konvektion verringert und die Entwicklung von Stürmen erschwert.

Devitt fasste es so zusammen: „Der Staub kann die tropische Aktivität in den betroffenen Gebieten schwächen oder unterdrücken.“

Dennoch beeinträchtigt das Phänomen auch die Luftqualität und verschärft Atemwegserkrankungen wie Asthma, Rhinitis und Augenreizungen, insbesondere bei Kindern, älteren Menschen und Personen mit bestehenden Lungenkrankheiten.

Kuba erlebt dieses Phänomen jedes Jahr, wobei die intensivsten Episoden zwischen Juni und August auftreten.

Im Juli 2024 wurde der bedeutendste Ausbruch von saharischem Staub in zwei Jahren über dem Atlantik verzeichnet, und im Juni 2025 beeinflusste eine neue Wolke die Insel und näherte sich Florida.

Die kubanischen Gesundheitsbehörden empfehlen, längere Aufenthalte im Freien zu vermeiden, gut hydriert zu bleiben und auf jegliche Atemwegssymptome während der Staubphasen zu achten.

Als positiver visueller Effekt erzeugt der Staub lebendige Sonnenauf- und -untergänge, die oft die Aufmerksamkeit in der gesamten Region auf sich ziehen.

Die Colorado State University berücksichtigt Saharastaub als eine der Umweltvariablen in ihrem Vorhersage für die Atlantik-Hurrikansaison 2026 und erinnert daran, dass die zyklonische Aktivität gegen Ende des Sommers zunehmen kann, wenn der Staub zurückgeht.

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CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.

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