Ein auf Facebook veröffentlichtes Video des kubanischen Aktivisten Norge Ernesto Díaz Blak, bekannt als „Noly Blak“, wurde viral, als es den Moment zeigte, in dem er 9.000 kubanische Pesos an einen Vater aus Holguín überreicht, der allein seinen Sohn mit zerebraler Kinderlähmung (PKU) großzieht, nachdem seine Frau ihn verlassen hat.
Im dem Video, das in den sozialen Medien verbreitet wurde, erklärt Noly Blak dem Vater, dass das Geld von einem christlichen Freund gespendet wurde, der als Lkw-Fahrer in den Vereinigten Staaten arbeitet: „Robert, ein christlicher Freund von mir, der in den USA Lkw fährt, hat mir 9.000 Peso für dich geschickt, denn ich weiß, dass du es dir für Essen schwer machst.“
Der Vater bricht in Tränen aus, als er die Hilfe erhält. Bevor ihm das Geld übergeben wurde, erzählte er dem Aktivisten von seiner Situation: „Ich habe hier auf der Straße gebetet, Herr, hilf mir, ich habe nichts für mich.“
Das Kind leidet unter PCI, einer Erkrankung, die es ihm unmöglich macht, den Kopf aufgrund mangelnder Muskulatur zu halten, und es wird derzeit einer physikalischen Rehabilitation unterzogen. Im Video sieht man, wie der Aktivist nach dem Zustand des Kindes fragt und welche Übungen ihm durchgeführt werden, um die Beweglichkeit wiederherzustellen.
Noly Blak erinnerte sich im Video daran, dass der Vater ihn zuvor bereits um Hilfe gebeten hatte: „Das letzte Mal kamst du weinend zu mir nach Hause. Dass deine Frau dich verlassen hatte. Und dass du jetzt einen großen Betrag mit dem Kind bekommen hattest. Und deine Frau war unterwegs.“
Der Aktivist versprach außerdem, ein spezielles Auto für das Kind zu organisieren, falls weitere Spenden eintreffen: „Wenn ein spezielles Auto kommt, werden wir es ihm geben, hast du gehört?“ Der Vater antwortete demütig: „Wir brauchen es.“
Der Fall spiegelt eine schmerzhafte und wiederkehrende Realität in Kuba wider, wo Familien mit Kindern mit schweren Behinderungen unter extrem prekären Bedingungen ohne ausreichende institutionelle Unterstützung leiden.
Es ist nicht das erste Mal, dass Noly Blak in ähnlichen Fällen interveniert. Im Jahr 2023 hat die kubanische Regierung die Sozialhilfe-Schecks einer Mutter aus Las Tunas entzogen, deren Tochter an zerebraler Lähmung leidet, nachdem der Fall durch den Aktivisten öffentlich gemacht wurde. Im Juli 2025 intervenierte er auch in der bewegenden Geschichte einer Großmutter und ihrem Enkel in Gibara, Holguín, nach der psychiatrischen Einweisung der Mutter des Minderjährigen.
In diesem Fall erklärte Noly Blak, dass sie es bevorzugte, die notwendigen Artikel direkt zu kaufen, und forderte Quittungen, um Transparenz bei den Spenden zu gewährleisten.
Die kubanische Diaspora im Ausland spielt eine zunehmend wichtige Rolle als Unterstützungsnetzwerk für benachteiligte Familien. Ihre Spenden und Hilfen decken Mängel ab, die das kubanische Regime nach Jahrzehnten der Wirtschaftskrise und des Verfalls der Sozialdienste nicht beheben konnte.
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