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Los Pichy Boys reagierten mit Nachdruck auf die in Varadero organisierten Feste zur Feier des Sommerbeginns und bezeichneten diese als „einen der letzten Versuche der Diktatur, Normalität und Funktionalität in einem gescheiterten Staat zu demonstrieren“.
Das kubanische Humor-Duo, das in Miami ansässig ist und aus Alejandro González und Maikel Rodríguez («Maikito») besteht, richtete seine Kritik gezielt an der Eröffnungsveranstaltung der Saison im Hotel Resonance Musique Varadero, deren Tickets über Gaviota Tours reserviert werden, einem staatlichen Unternehmen, das mit der GAESA-Gruppe der kubanischen Streitkräfte verbunden ist.
Der Kontrast zwischen dem festlichen Bild, das diese Veranstaltungen vermitteln, und der Realität, die die kubanische Bevölkerung erlebt, war der zentrale Punkt der Botschaft des Duos: „Im Hotel geht das Licht nicht aus, die Leute tanzen, trinken, betrinken sich im Rhythmus der Verteilung.“
Die Pichy Boys kritisierten auch die in Miami lebenden Kubaner, die an diesen Veranstaltungen als Künstler oder Zuschauer teilnehmen, und beschrieben sie mit einer direkten Metapher: „Es schmerzt zu sehen, wie viele der Künstler und Personen, die dort sind, in Miami lebende Kubaner sind, die als Einäugige zurückkommen, um sich wie Könige im Land der Blinden zu fühlen.“
Das Duo beschränkte sich nicht auf eine situative Kritik, sondern gab eine weitreichende Warnung aus: „Der Fall der Diktatur ist unabwendbar, bald wird es an uns sein, in einem freien Kuba zu ermitteln, zu verfolgen und jeden zu verurteilen, der bis zuletzt Teil dieses Ungeheuerlichen war.“
In einem zweiten Beitrag waren die Komiker noch deutlicher: „Der Zirkus hat ein Ablaufdatum, es bleibt nicht mehr viel Zeit und wir stehen vor den letzten Wutanfällen eines Ertrinkenden, der weiß, dass er verloren ist. Kuba ist ein gescheiterter Staat und die Diktatur wird fallen.“
Die Debatte über die Teilnahme von Persönlichkeiten aus der Diaspora an Veranstaltungen, die vom kubanischen Regime organisiert oder toleriert werden, wiederholt sich jede Sommersaison.
Im Jahr 2023 trat El Taiger beim Abschluss des Sommers in Varadero auf und sorgte für eine ähnlich kontroverse Reaktion in der Exilgemeinschaft.
Ebenso wird El Micha im Jahr 2024 aus Miami anreisen, um in derselben Plaza aufzutreten. Für den Sommer 2026 sind auch Dany Ome und Kevincito El 13 mit Auftritten in Hotels in Varadero angekündigt.
Das zentrale Argument der Kritiker ist, dass diese Ereignisse als Propaganda für das Regime dienen, um ein Bild der Normalität zu projizieren, während die kubanische Bevölkerung unter langen Stromausfällen, Nahrungsmittelknappheit und einer tiefen Wirtschaftskrise leidet, die allesamt durch mehr als sechzig Jahre kommunistischer Diktatur verschärft werden.
Los Pichy Boys sind seit Jahren eine der kritischsten Stimmen der kubanischen Diaspora in Miami und nutzen Humor sowie soziale Medien als Werkzeuge der Anklage. Bereits 2019 erklärten sie öffentlich, dass „der Kubaner seine Angst verlieren und sprechen muss“.
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