Díaz-Canel macht erneut die USA für den mangelhaften Unterhalt der Termoeléctrica Guiteras verantwortlich

Díaz-Canel macht das US-Embargo für die Stromausfälle in Kuba verantwortlich und hebt hervor, dass das Termoeléctrica Guiteras am stärksten betroffen ist. Probleme mit Ersatzteilen und Finanzierung verschärfen die Elektrokrise.

Miguel Díaz-Canel besteht darauf, die Vereinigten Staaten für die Energiekrise verantwortlich zu machen.Foto © Collage/Soziale Medien

Miguel Díaz-Canel betonte am Donnerstag, dass die US-Blockade für die langen Stromausfälle verantwortlich sei, unter denen Millionen von Kubanern leiden. Er teilte auf Facebook ein Video des Direktors der Antonio Guiteras-Kohlekraftwerk, Rubén Campos, der versicherte, dass das Werk „die Industrie in Kuba ist, die am stärksten von der Verschärfung der Blockade betroffen ist“.

Der Regierende begleitete die Aufnahme mit einer Botschaft, in der er erklärte, dass die Erläuterung „einfach, konkret und anschaulich“ sei über die harte Realität der Arbeiter in der Guiteras, in dem Versuch, die Stromkrise direkt mit den Sanktionen Washingtons zu verknüpfen. „Wenn du dich jemals gefragt hast, was die Blockade mit den Stromausfällen zu tun hat, hier ist die Antwort“, schrieb er.

„Ich übertreibe überhaupt nicht.“

Im Video berichtete Campos, dass sich die Situation 2015 drastisch änderte, als der US-amerikanische Konzern General Electric das französische Unternehmen Alstom übernahm, das ursprünglich für die Herstellung und Wartung des Kraftwerks verantwortlich war. Er erklärte, dass der Rückzug von Alstom aus dem Finanzierungs- und Liefermodell die Guiteras ohne Unterstützung für kritische Ersatzteile ließ.

Der Direktor nannte konkrete Beispiele: Bomben und Ventile, die von Jamaika nach Frankreich zurückgeschickt wurden, weil sie Teile amerikanischen Ursprungs enthielten, Geschwindigkeitsregler im Wert von einer Million Dollar, die trotz Bezahlung nicht geliefert wurden, und ausländische Fachkräfte, die aufgrund von Druck ihren Reise nach Kuba in letzter Minute absagten.

„Sie können Geld haben, aber wenn Sie keine Bank haben, mit der Sie arbeiten können, ist es, als hätten Sie keins. Es ist sehr schwierig. Es gibt eine ständige Überwachung des Imperiums in Bezug auf uns“, klagte er an. „Das ist die Realität der Blockade, und glauben Sie mir, ich übertreibe überhaupt nicht.“

Die offizielle Rede wird wiederholt

Die Worte von Campos und die Veröffentlichung von Díaz-Canel fügen sich in eine lange Kette offizieller Rechtfertigungen ein. Im Mai erklärte der Staatssekretär für Energie und Bergbau, Argelio Jesús Abad Vigoa, in der Mesa Redonda, dass „die Stromausfälle eine Folge der kriminellen nordamerikanischen Blockade sind, das ist kein Geschwätz“.

Der Direktor der Unión Eléctrica erkannte an derselben Stelle, dass die Situation des Systems "ernst" sei und dass sie die Stromkreise aufgrund des Ausmaßes des Defizits nicht rotieren könnten.

Mehr kürzlich hat Díaz-Canel gefordert, die elektrische Programmierung zu “verfeinern”, um die Stromausfälle gerechter zu verteilen, da er zugegeben hat, dass es Provinzen gibt, die mehr als 25 aufeinanderfolgende Stunden ohne Strom auskommen müssen, während andere weniger häufig von Ausfällen betroffen sind.

Häufig gestellte Fragen zur Energiekrise in Kuba und den Auswirkungen des Embargos

Warum macht die kubanische Regierung die US-Blockade für die Stromausfälle verantwortlich?

Die kubanische Regierung argumentiert, dass das Embargo der Vereinigten Staaten den Zugang zu Ersatzteilen und Finanzmitteln, die für die Wartung ihrer Kraftwerke notwendig sind, verhindert, wie zum Beispiel das Antonio Guiteras-Kraftwerk. Der Erwerb von General Electric der französischen Firma Alstom, die ursprünglich das Kraftwerk gebaut und gewartet hat, wird als ein Faktor genannt, der die Beschaffung kritischer Teile aufgrund der Sanktionen erschwert hat.

Was sind die Hauptursachen der Energiekrise in Kuba laut unabhängigen Quellen?

Ökonomisch unabhängige Experten weisen darauf hin, dass neben dem Embargo die Energiekrise in Kuba auf interne Probleme wie Korruption, unzureichende Investitionen und ein ineffizientes Wirtschaftsmodell zurückzuführen ist. Das unzureichende Management von Ressourcen und die technologische Überalterung der thermischen Kraftwerke sind ebenfalls entscheidende Faktoren für den Verfall des kubanischen Elektrizitätssystems.

Welche Maßnahmen hat die kubanische Regierung vorgeschlagen, um die Energiekrise zu lösen?

Der kubanische Staat hat Pläne angekündigt, um in erneuerbare Energien zu investieren und Wartungsarbeiten an den thermischen Kraftwerken durchzuführen. Allerdings fehlen diesen Projekten konkrete Details zu ihrer Umsetzung oder Finanzierung, was Skepsis hinsichtlich ihrer kurzfristigen Wirksamkeit aufwirft.

Wie ist die aktuelle Situation des thermischen Kraftwerks Antonio Guiteras?

Die Antonio Guiteras Thermoelektrische Zentrale, eine der bedeutendsten in Kuba, hat häufige Stillstände aufgrund von Störungen und mangelnder Wartung erlebt. Eine umfassende Wartung von sechs Monaten wurde geplant, die vorübergehend zu einer Verschärfung der Stromausfälle führen könnte, jedoch wird erwartet, dass sie die Lebensdauer des Werks verlängert.

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