Ein minderjähriger durch einen Polizisten in Camagüey verletzter Junge: Dies ist die Erklärung des MININT

Die genauen Umstände des Vorfalls sind nicht geklärt worden.

Krankenhaus, in das der Minderjährige aufgenommen wurdeFoto © Collage Facebook/José Luis Tan Estrada

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Ein 14-jähriger Jugendlicher wurde in der Stadt Camagüey durch einen Schuss verwundet, bei einem Vorfall, der sich am Dienstagabend ereignete.

Der Schuss kam von der Dienstwaffe eines Beamtens der Nationalen Revolutionären Polizei (PNR), der sich selbst bei dem Vorfall ebenfalls verletzte, wie das Ministerium für Inneres (MININT) in einer Informationsnotiz mitteilte, in der der Schuss einem "Unfall" zugeschrieben wurde, der während eines Festnahmeversuchs stattfand.

"Vorläufig wurde bekannt, dass ein Ordnungshüter und ein Minderjähriger versehentlich verletzt wurden, als ein Schuss aus der dienstlichen Waffe des Beamten abging", heißt es in der Mitteilung.

Der Junge wurde notfallmäßig ins Provinciale Kinderkrankenhaus Eduardo Agramonte Piña gebracht, wo er operiert wurde.

Aktuell ist er bewusst und laut der offiziellen Version ist sein Leben nicht in Gefahr.

Según la misma fuente, der Junge war mit einem weißen Gegenstand bewaffnet und leistete Widerstand gegen seine Festnahme.

Der Teenager wurde als jemand mit einer „schlechten sozialen Verhaltensweise“ beschrieben.

"Zum Zeitpunkt der Festnahme hatte er keine Ausweisdokumente bei sich, und später stellte sich heraus, dass es sich um eine Person handelt, die vom Provinzrat für die Betreuung von Minderjährigen in Camagüey überwacht wird, aufgrund systematischer Gesetzesverstöße, die als Straftaten eingestuft werden", fügte das MININT hinzu.

Der beteiligte Beamte erhielt ebenfalls medizinische Betreuung.

Die Behörden bestehen darauf, dass dem Kind sofortige Hilfe und der Familie Unterstützung angeboten wurde. Gleichzeitig informieren sie, dass sie die Ereignisse zu ihrem "vollständigen Aufklärung" untersuchen.

Quelle: Screenshot von Facebook/Televisión de Camagüey

Die Bürgerversion: Ein minderjähriger Verletzter und ein umzingeltes Krankenhaus

Antes der Veröffentlichung der offiziellen Mitteilung kursierten unabhängige Berichte, die von einem 13-jährigen Jungen berichteten, der nach einem Schuss in die Hüft- oder Oberschenkelregion notfallmäßig ins Kinderkrankenhaus von Camagüey eingeliefert wurde, wie der Journalist Jose Luis Tan Estrada in den sozialen Medien ausführte.

"Das Krankenhaus und die umliegenden Straßen sind stark von der Polizei, Staatsicherheit und Parteifunktionären bewacht", bemerkte der Kommunikator.

Quelle: Screenshot von Facebook/José Luis Tan Estrada.

Die unverhältnismäßige Präsenz von Sicherheitskräften im Krankenhaus sowie das Fehlen offizieller Informationen über Stunden hinweg schufen ein Klima von Alarm und Misstrauen unter den Bürgern.

Erste Reaktionen: Angst, Unglauben und Verurteilung

Bevor die offizielle Mitteilung des Innenministeriums veröffentlicht wurde, wurden die sozialen Netzwerke zum einzigen Diskussionsraum über das Geschehen.

Zehntausende von Nutzern äußerten ihre Bestürzung und verurteilten das, was sich bereits als ein neues Kapitel der Polizeigewalt abzeichnete.

„Ein 13-jähriger Junge kann ohne Kugeln überwältigt werden“, schrieb eine Nutzerin in einem der am häufigsten geäußerten Standpunkte.

Andere berichteten über den zunehmend repressive Charakter des Polizeiapparats in Kuba und wiesen darauf hin, dass nicht einmal Minderjährige in Sicherheit waren.

„Das ist keine Sicherheit, das ist Brutalität“, war in mehreren Beiträgen zu lesen.

Viele fragten sich auch, warum das Krankenhaus von Polizeikräften umgeben war und ob diese Präsenz dazu diente, das Kind zu schützen oder die Familie zum Schweigen zu bringen.

Mangelnde Transparenz, die Kontrolle über die Erzählung und die Angst vor Repressalien wurden als Symptome eines Systems angeführt, in dem institutionelle Gewalt selten untersucht oder öffentlich geahndet wird.

Aunque algunas Stimmen versuchten, das Geschehen als möglichen Konflikt mit einem gewalttätigen Jugendlichen zu erklären, waren sich die meisten einig, dass keine Situation rechtfertigt, auf ein Kind zu schießen.

„Und wenn es dein Sohn wäre?“, fragte ein anderer Nutzer und spiegelte den dominierenden emotionalen Ton der digitalen Unterhaltung wider.

Die offizielle Mitteilung des MININT hat versucht, die Schwere des Vorfalls herunterzuspielen, indem sie auf den zufälligen Charakter der Ereignisse hinwies.

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