Eine Kubanerin, die in den Vereinigten Staaten lebt, berichtete in den sozialen Medien von dem ungewöhnlichen und zugleich herzzerreißenden Vorfall, den ihre Familie in Kuba erlebte, als ihnen ein heißer Schnellkochtopf gestohlen wurde, während sie auf einer Kohlenherd Bohnen kochten, und das mitten in der tiefen Krisensituation, die die Insel durchlebt.
Das Video dieses Zeugnisses wurde über das Instagram-Profil La Familia Cubana Clips geteilt und hat Tausende von Aufrufen und zahlreiche Kommentare gesammelt.
Laut der Frau hatte ihre Familie —die in einer ländlichen Gegend im Osten Kubas lebt— einen Kohleofen im Garten angezündet, da sie weder über Elektrizität noch über Gas zum Kochen verfügen. Diese Situation ist in den meisten Haushalten in Kuba aufgrund der langanhaltenden Stromausfälle und des Mangel an Brennstoffen zur Gewohnheit geworden.
Während die Bohnen weich wurden, ging die Köchin für “nur einen Moment” in ihr Haus, um das Sofrito vorzubereiten. Als sie zurück auf den Hof kam, brannte die Kohle noch, aber der Topf war nicht mehr da.
„Sie begann verzweifelt, nach dem Topf zu suchen, konnte ihn aber nicht finden, hörte jedoch das Geräusch des Dampfes in der Ferne. Als sie nach oben sah, bemerkte sie jemanden, der mit dem Topf in den Händen rannte“, berichtete die Frau.
Die Tatsache, dass dies zudem gefährlich war —wegen der Gefahr, dass der Topf während der Flucht explodieren könnte—, spiegelt das Ausmaß an Hunger, Verzweiflung und Elend wider, das momentan in Kuba herrscht.
Eine heiße Töpfe mit kochenden Bohnen zu stehlen, ist ein Symbol für eine Gesellschaft am Limit, in der Lebensmittelknappheit, ständige Stromausfälle und das Fehlen von Haushaltsgas die Bevölkerung in undenkbare Situationen treiben.
„Es ist traurig, aber es gibt keinen Respekt und kein Mitgefühl mehr. Die Leute stehlen alles, sogar einen heißen Schnellkochtopf mit Bohnen“, beklagte die Kubanerin aus den USA.
Dieses Art von Geschichten wiederholt sich jeden Tag in einem Land, wo die Nahrungsmittel- und Energieskrise Millionen von Familien hart trifft, die sich mit Holz oder Kohle behelfen und inmitten des Zusammenbruchs des sozialistischen Wirtschaftssystems überleben.
In den Kommentaren zu dem Beitrag sagte jemand: "Mir ist das auch passiert. Mein Topf wurde neulich gestohlen, ich hatte einen gelben Reis gemacht." Ein Nutzer antwortete: "Das ist kein Raub mehr. Das ist Raub unter Druck."
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