Regime nimmt mehrere Beschuldigte im Zusammenhang mit dem Raub des Hackfleischtransporters in Santiago de Cuba fest

Polizisten und Schwarzhelme haben mehrere Kubaner nach dem Plündern eines Picadillo-Lastwagens in Santiago de Cuba festgenommen. Das Regime sucht nach weiteren Beteiligten, die in auf sozialen Netzwerken geteilten Videos identifiziert wurden.

Santiagueros plündern einen Lastwagen, der mit Kisten voller Picadillo beladen istFoto © Captura Facebook / Yosmany Mayeta

Das kubanische Regime hat in Santiago de Cuba einen Polizeieinsatz gestartet und mehrere Bürger festgenommen, die angeblich an dem Raub eines mit picadillo beladenen Lastwagens beteiligt waren, der am Tag zuvor in der Avenida Martí, einer der Hauptverkehrsadern der Stadt, stattgefunden hatte.

Die Informationen wurden diesen Dienstag von dem Kommunikationsspezialisten Yosmany Mayeta Labrada bestätigt, der berichtet hat, dass Agenten der Nationalen Revolutionspolizei (PNR) und Angehörige der Spezialeinheiten, bekannt als die schwarzen Berets, die Gegend durchkämmen, um Personen zu finden, die an den Vorfällen beteiligt gewesen sein sollen, die in im Internet verbreiteten Videos festgehalten wurden.

Captura Facebook / Yosmany Mayeta Labrada

„Starker Einsatz von Polizisten und schwarzen Berets in der Avenida Martí und San Fermín. Die Polizei sucht nach Personen, die in den Videos des Picadillo zu sehen sind. Mehrere Festnahmen gab es bereits“, veröffentlichte Mayeta.

Der Vorfall ereignete sich am Montag, als Dutzende von Santiagueros einem Lastwagen hinterherliefen, der Kisten mit Hackfleisch transportierte und einen Teil seiner Ladung verlor.

Was als Unfall begann, endete in einer Szene massiven Plünderns, bei der Menschen inmitten der Verzweiflung und der Angst vor dem Hurrikan Melissa um die Pakete kämpften, der den Osten des Landes bedroht wie ein starker Zyklon.

Laut Zeugen geriet die Situation innerhalb von Sekunden außer Kontrolle. „Sogar mit Messern wurden Angriffe ausgeführt, die Menschen sind unkontrolliert, hungrig und haben Angst vor dem Hurrikan“, berichtete einer der Anwohner dem Reporter.

Jetzt durchsuchen die Behörden die von Zeugen aufgenommenen Videos, um die Beteiligten zu identifizieren und festzunehmen.

Der Einsatz erfolgt in einem Kontext tiefgreifender Lebensmittel- und Sozialkrisen in Santiago de Cuba, wo die Nahrungsmittelknappheit, die Stromausfälle und die Angst vor den Auswirkungen von Melissa die Bevölkerung in einem Zustand der Angst und Hoffnungslosigkeit halten.

Der Satz einer Alten, zitiert von dem Reporter, fasst das alltägliche Drama zusammen, das tausende Kubaner erleben: „Das ist kein Diebstahl, das ist Hunger.“

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