Oriente verwüstet und das kubanische Regime setzt seine Propaganda fort

Der Hurrikan Melissa verwüstete den Osten Kubas und ließ Tausende ohne Zuhause und Ressourcen zurück. Währenddessen priorisiert das kubanische Regime die Propaganda über das Embargo und ignoriert die dringende humanitäre Krise.

Vom Hurrikan Melissa zerstörte Häuser / Bruno Rodríguez ParrillaFoto © Collage von Facebook/José Batista Falcón/X/@BrunoRguezP

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Während der Hurrikan Melissa eine Spur der Zerstörung im Osten Kubas hinterlässt, bleibt die kommunistische Regierung ihrer Propagandamaschinerie treu und konzentriert ihre Rhetorik auf die amerikanische Blockade und ideologische Kämpfe, anstatt die humanitäre Krise zu priorisieren, mit der tausende Familien konfrontiert sind.

In einem Moment, in dem die östliche Zone der Insel unter den verheerenden Auswirkungen des Zyklons leidet — mit zerstörten Häusern, von der Außenwelt abgeschnittenen Gemeinden und Nahrungsmittelknappheit — veröffentlichte das kubanische Außenministerium diesen Mittwoch in sozialen Netzwerken eine Botschaft, die nicht zur Krise passt:

„Die Fortsetzung der Blockade gegen Kuba ist moralisch nicht haltbar, rechtlich untragbar und aus wirtschaftlicher Sicht kontraproduktiv. Sie hat keinen wirtschaftlichen Sinn.“

Facebook-Beitrag/Kanzlei von Kuba

 

Propaganda mitten im Chaos

Das offizielle Apparate setzte seine politische Rhetorik selbst nicht angesichts des Aufpralls eines der mächtigsten Hurrikane fort, die die Insel getroffen haben.

Mientras tausende Familien im Osten nach Wasser, Lebensmitteln und Strom rufen, veröffentlichte das staatliche Portal Cubadebate auf seiner Facebook-Seite: „Der 28. Oktober 2025 wird in Kuba nicht nur als ein weiterer traditioneller Ehrentag für Camilo Cienfuegos in Erinnerung bleiben, sondern auch wegen des langsamen und langen nationalen Alarmzustands angesichts des bevorstehenden Eintreffens eines katastrophalen Zyklons im Osten des Landes.“

Facebook-Beitrag/Cubadebate

Der Text vermischte historische Referenzen mit politischer Propaganda und behauptete, dass während das Land dem Hurrikan gegenüberstand, in der UN-Zentrale über eine neue Resolution gegen das Embargo der Vereinigten Staaten beraten wurde.

Die Webseite präsentierte sogar einen Podcast, in dem die Bürgerbeschwerden über die unzureichende Vorbereitung und die mangelhafte Bewältigung des Notfalls als „Fake News“ bezeichnet wurden.

Der Kontrast: reale Zerstörung und leere Rhetorik

Die offizielle Rhetorik zielt darauf ab, von der spürbaren humanitären Krise abzulenken. In den Stadtteilen von Santiago de Cuba und Holguín berichten Familien von zusammengebrochenen Wohnungen, Nahrungsmangel, einer fehlenden Präsenz des Staates und totalen Stromausfällen seit über 48 Stunden.

Während die Regierung weiterhin darauf besteht, sich angesichts der Blockade als Opfer darzustellen, zeigt die Realität im östlichen Kuba ein verwüstetes Land ohne Antworten, wo die Priorität der offiziellen Medien scheinbar die ideologische Erzählung und nicht die humanitäre Hilfe ist.

Die Erzählung der Blockade, intakt selbst zwischen Ruinen

Die Kommunikationsstrategie des Regimes bleibt dieselbe: Es werden die Auswirkungen der eigenen Ineffizienz und Vernachlässigung dem amerikanischen Embargo zugeschrieben.

Statt über die Anzahl der Betroffenen, zerstörten Häuser oder Wiederherstellungspläne zu berichten, konzentrierten sich die Staatsmedien auf die politische "Widerstandsfähigkeit" und die Abstimmung gegen die Blockade in der UNO.

Der Kontrast zwischen der menschlichen Tragödie und der offiziellen Propaganda zeigt einmal mehr die Entfremdung zwischen der Macht und dem Volk.

Während die Familien ums Überleben kämpfen, spricht das Regime in Havanna weiterhin von Ideologie und nicht von Hilfe.

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