Kuba wird eine klinische Studie über Chikungunya inmitten einer Gesundheitskrise beginnen

Das Minsap kündigt eine klinische Studie über Chikungunya an, während die Krankenhäuser zusammenbrechen und die Beschwerden über den Mangel an Medikamenten sowie die Zunahme von Erkrankten auf der gesamten Insel zunehmen.

Guantánamo ist eine der am stärksten von dem Ausbruch von Denguefieber und Chikungunya betroffenen ProvinzenFoto © Facebook/Radio Guantánamo

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Kuba wird in den kommenden Tagen eine klinische Studie beginnen, um die Wirksamkeit des nationalen Medikaments Jusvinza bei Patienten mit Folgen des Chikungunya-Virus zu bewerten, wie das Ministerium für öffentliche Gesundheit (Minsap) auf seiner offiziellen Webseite mitteilte.

Die Studie wird in vier Krankenhäusern der Provinzen La Habana und Matanzas durchgeführt und ist Teil des nationalen Innovationssystems im Gesundheitswesen.

Die Behörden wiesen darauf hin, dass das Ziel darin besteht, die Behandlung von entzündlichen Gelenkmanifestationen zu verbessern, die nach der Infektion anhalten.

Jusvinza wurde 2020 als therapeutische Alternative beworben produziert vom Zentrum für genetische Ingenieurwissenschaften und Biotechnologie (CIGB), um die Hiperinflamation zu kontrollieren, die Immunantwort zu regulieren und das Risiko der Mortalität bei Patienten mit Coronavirus zu verringern.

Diese Entscheidung fällt in einen Kontext, der von der schwerwiegenden Gesundheitskrise geprägt ist, die das Land aufgrund des Anstiegs von durch Mücken übertragenen Krankheiten wie Dengue und Chikungunya durchlebt.

Die Situation hat zum Zusammenbruch der Krankenhäuser geführt, tausende von Erkrankten und eine zunehmende Knappheit an Medikamenten verursacht, während die Bürgermeldungen über fehlende Versorgung, den Verfall der Gesundheitseinrichtungen und die Korruption bei den Schädlingsbekämpfungskampagnen zunehmen.

Die Doktorin Ileana Morales Suárez, Direktorin für Wissenschaft und technologische Innovation des Minsap, erklärte, dass die Forschungen darauf abzielen, die Infektionsraten des Überträgermoskitos zu verringern, die klinischen Behandlungen zu verbessern und die Folgen des Virus zu reduzieren.

Von ihrer Seite aus erkannte María Guadalupe Guzmán Tirado, Direktorin der Abteilung für Forschung des Instituto Pedro Kourí (IPK), an, dass der Anstieg der Infektionen auf die geringe Immunität der Bevölkerung und die derzeitige Intensität der Zirkulation des Virus im Land zurückzuführen ist.

Obwohl das Minsap die Forschung als wissenschaftlichen Fortschritt präsentiert, spiegelt die Realität in kubanischen Krankenhäusern und Polikliniken ein überlastetes Gesundheitssystem wider, das ohne Ressourcen und mit erschöpftem Personal kämpft, wobei Prävention und Behandlung zunehmend von der Initiative der Bürger abhängen anstatt von den Institutionen des Regimes.

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