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Das nationale elektroenergetische System (SEN) steht am Donnerstag, den 27. Februar 2025, vor einer schweren Krise, da die Beeinträchtigungen des elektrischen Dienstes 1.500 Megawatt (MW) überschreiten, wie die Elektrounion von Kuba (UNE) mitteilte.
Die geringe Stromerzeugung hat weite Teile des Landes über längere Zeiträume ohne Elektrizität gelassen, mit einer höheren Inzidenz in der mittelöstlichen Region.
Der gestrige Tag war durch kontinuierliche Unterbrechungen in der Stromversorgung gekennzeichnet, mit einer maximalen Beeinträchtigung von 1.680 MW um 19:40 Uhr, außerhalb der Spitzenverbrauchszeiten. Während der gesamten Nacht von Donnerstag hat das Energiedefizit angehalten, wodurch Tausende von Kubanern ohne Strom waren.
Um 07:00 Uhr betrug die Verfügbarkeit des SEN gerade einmal 1.540 MW, während die Nachfrage bei 2.220 MW lag, was zu einer sofortigen Beeinträchtigung von 702 MW führte. Für die Mittagsstunden wird geschätzt, dass die Beeinträchtigung auf 1.100 MW ansteigt, wobei der Großteil der Auswirkungen im Zentrum und Osten des Landes konzentriert ist.
Energiekrise ohne Erleichterung
Die Störungen und geplanten Wartungsarbeiten haben die Erzeugungskapazität des SEN drastisch reduziert. Derzeit sind aufgrund technischer Probleme die folgenden Einheiten außer Betrieb:
- Einheit 5 der CTE Mariel
- Einheit 3 der CTE Santa Cruz
- Einheiten 1 und 2 der CTE Felton
Die Einschränkungen bei der thermischen Stromerzeugung belaufen sich auf 367 MW. Darüber hinaus befinden sich folgende Einheiten in der Wartung:
- Einheit 2 der CTE Santa Cruz
- Einheiten 3 und 4 der CTE Cienfuegos
- Einheit 5 der CTE Renté
Ein weiterer kritischer Faktor ist der Mangel an Treibstoff, der 71 dezentrale Erzeugungsanlagen außer Betrieb gesetzt hat, was insgesamt zu einer Beeinträchtigung von 503 MW führt, zusätzlich zu 5 Motoren in der Moa-Öl-Kraftwerk, die weitere 70 MW Defizit verursachen. Insgesamt hat der Treibstoffmangel die Erzeugungskapazität um 573 MW vermindert.
Prognose für die Stoßzeit
Die Behörden schätzen, dass in den nächsten Stunden einige Ressourcen in das SEN integriert werden
- 50 MW in verteilten Erzeugungsmotoren
- 60 MW mit der Inbetriebnahme der Einheit 3 des CTE Santa Cruz
- 70 MW zusätzlich mit 5 Motoren der Brennstoffzentrale von Moa
Trotz dieser Ergänzungen wird die Gesamtverfügbarkeit während der Spitzenzeit lediglich 1.720 MW betragen, bei einer geschätzten Nachfrage von 3.200 MW. Dies führt zu einem Defizit von 1.480 MW und einer Beeinträchtigung von 1.550 MW im Stromdienst, insbesondere in den Provinzen im Zentrum und Osten des Landes.
Apagones in Havanna
Die Elektrizitätsgesellschaft von Havanna kündigte geplante Stromausfälle in der Hauptstadt aufgrund eines Generierungsmangels an
- Blöcke 1 und 2: Kein Service von 10:00 bis 15:00 Uhr.
- Block 3: Stromausfall von 15:00 bis 19:00 Uhr.
- Block 4: Schnitte von 18:00 bis 20:00 Uhr.
Der Verfall des SEN und das Fehlen von kurzfristigen Lösungen haben weiterhin negative Auswirkungen auf das tägliche Leben der Kubaner, mit verlängerten Stromausfällen und einer wachsenden Unsicherheit über die Stabilität des Stromsystems. Die Behörden haben keine konkreten Maßnahmen angekündigt, um die Krise umzukehren, während die Bevölkerung Tage der Hitze und Knappheit ohne stabilen Zugang zu Elektrizität bewältigen muss.
Häufige Fragen zur Energiekrise in Kuba
Was ist das aktuelle Defizit bei der Stromerzeugung in Kuba?
Der aktuelle Stromerzeugungsdefizit in Kuba übersteigt 1.500 MW, was landesweit zu massiven Stromausfällen geführt hat. Dieses Defizit ist das Ergebnis mehrerer Faktoren, darunter die fehlenden Brennstoffe und die Störungen in den thermischen Kraftwerken.
Welche Regionen Kubas sind am stärksten von den Stromausfällen betroffen?
Die am stärksten betroffenen Regionen durch die Stromausfälle sind hauptsächlich die zentralen und östlichen Gebiete Kubas, wo die Nachfrage nach Elektrizität die verfügbare Erzeugungskapazität übersteigt. Die Situation verschärft sich in diesen Gebieten aufgrund unzureichender Energieübertragungen und Einschränkungen in der elektrischen Infrastruktur.
Was sind die Hauptursachen der Energiekrise in Kuba?
Die Hauptursachen für die Energiekrise in Kuba sind die Störungen und die Wartung der Erzeugungseinheiten sowie der Mangel an Brennstoff. Diese Probleme haben wichtige thermische Kraftwerke und Verteilungszentralen außer Betrieb gesetzt, was die Elektrizitätsversorgung auf der Insel erheblich reduziert hat.
Welche Maßnahmen hat die kubanische Regierung ergriffen, um der Energiekrise zu begegnen?
Bis jetzt sind die vom kubanischen Regierung umgesetzten Maßnahmen unzureichend, um die Energiekrise zu lösen. Es wurden keine effektiven langfristigen Lösungen angekündigt, und die Bevölkerung leidet weiterhin unter den Auswirkungen der Stromausfälle, was zu wachsendem Unmut und Protesten in verschiedenen Regionen des Landes geführt hat.
Wie beeinflussen die Stromausfälle das tägliche Leben der Kubaner?
Die Stromausfälle haben einen erheblichen Einfluss auf das tägliche Leben der Kubaner, da sie wesentliche Aktivitäten wie die Zubereitung von Lebensmitteln und die Nutzung von Haushaltsgeräten erschweren. Zudem erzeugen sie Frustration und soziale Unzufriedenheit, insbesondere in einem Kontext anhaltender fehlender Lösungen seitens der Behörden.
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