In Santiago de Cuba wurde ein staatliches Fahrzeug entdeckt, das drei Millionen kubanische Pesos in bar transportierte

Die Polizei von Santiago de Cuba entdeckte mehr als drei Millionen kubanische Pesos in einem staatlichen Fahrzeug, das aus Guantánamo kam, ohne eine offizielle Rechtfertigung über die Herkunft des Geldes.

Kubanische Polizei (Bild zur Veranschaulichung)Foto © Trabajadores

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Ein Fahrzeug des staatlichen Sektors, das von Guantánamo nach Santiago de Cuba unterwegs war, wurde von einer Polizeipatrouille angehalten, und im Inneren wurden mehr als drei Millionen kubanische Pesos in bar gefunden.

Der Vorfall wurde an diesem Donnerstag über das offizielle Profil Héroes del Moncada, das dem kubanischen Regime und dem Ministerium für Inneres (MININT) nahesteht, bekannt gegeben.

Captura Facebook / Héroes del Moncada

Die Veröffentlichung berichtete, dass die Beamten auf der Straße Songo La Maya einige Taschen inspizierten, die im Fahrzeug transportiert wurden, und dabei eine Millionenbetrag an Barmitteln entdeckten.

Die Seite teilte mit, dass es sich um ein "Fahrzeug des Staatssektors" handelte, das auf seinem Weg von Guantánamo nach Santiago de Cuba abgefangen wurde, und beschrieb die Entdeckung als eine "gewaltige Überraschung".

Es wurden keine Details zur Identität der Insassen des Fahrzeugs, zu ihrer Verbindung mit einer staatlichen Institution oder zum Grund des Geldtransfers angeboten.

Es wurde weder berichtet, ob es Festnahmen gab, ob das Geld beschlagnahmt wurde, noch ob ein strafrechtliches Verfahren eingeleitet wurde, was zahlreiche unbeantwortete Fragen zu einem Vorfall aufwirft, der staatliche Ressourcen und mögliche rechtliche Verantwortlichkeiten betrifft.

Der Transport großer Bargeldsummen stellt an sich kein Verbrechen dar, kann jedoch Verd suspicion erregen, wenn es keine dokumentierte Rechtfertigung für dessen Herkunft und Ziel gibt, insbesondere wenn Mittel des kubanischen Staates für den Transport verwendet werden.

In der Tat legt das kubanische Strafgesetzbuch (Gesetz 151/2022) Sanktionen für verschiedene Verhaltensweisen im Zusammenhang mit dem Besitz, Transport und der Verschleierung von Finanzanlagen fest, wenn ein Anzeichen von Illegalität vorliegt.

Unter den wichtigsten Artikeln des kubanischen Strafgesetzbuches befindet sich Artikel 329, der die Hehlerei bestraft, das heißt, den Besitz von aus Straftaten stammenden Gütern, auch wenn die Person nicht direkt an deren Begehung beteiligt war.

Der Artikel 330 bestraft die unrechtmäßige Bereicherung, insbesondere wenn es sich um öffentliche Funktionsträger handelt, die den Anstieg ihres Vermögens nicht mit rechtmäßigen Einkünften rechtfertigen können.

Artikel 337 befasst sich mit dem Verbrechen der Geldwäsche, das den Transport von Geld mit dem Wissen über seine illegale Herkunft betrifft, um es zu verbergen oder rechtlichen Kontrollen zu entziehen.

Hinzu kommt, dass, falls der missbräuchliche Gebrauch staatlicher Mittel nachgewiesen wird, sich der Fall weiter verschärfen und in zusätzliche strafrechtliche Sanktionen münden könnte.

Trotz der potenziellen Schwere des Vorfalls präsentiert das offizielle Profil Héroes del Moncada den Fall als eine Nachrichtensensationsgeschichte, ohne auf die rechtlichen Implikationen einzugehen oder Rechenschaft über die Verwendung von Staatsvermögen oder die Herkunft der Mittel zu verlangen.

Diese Festnahme erfolgt im Rahmen des Nationalen Übungs zur Prävention und Bekämpfung von Verbrechen, Korruption, Illegalitäten und sozialen Disziplinlosigkeiten, das am vergangenen Montag in Kuba gestartet wurde. Das Regime versprach, exemplarische Urteile gegen diejenigen zu fällen, die als schwerwiegend erachtete Verbrechen begehen, insbesondere gegen solche, die innerhalb staatlicher Institutionen begangen werden.

Durante der offiziellen Eröffnung des Einsatzes, vom Sitz des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei aus, versicherte der regierende Miguel Díaz-Canel, dass Fälle von Gewalt, Vandalismus und wirtschaftlichem Schaden "mit aller Strenge" angegangen werden müssen und fordete, dass die gerichtlichen Antworten “nachhaltig” sein sollten, berichtete die offizielle Zeitung Granma.

Häufig gestellte Fragen zum Transfer großer Geldsummen in Kuba

Warum wurde ein staatliches Fahrzeug in Santiago de Cuba angehalten?

Das staatliche Fahrzeug wurde gestoppt, weil es mehr als drei Millionen kubanische Pesos in bar transportierte, was Verdacht erregte, da es an dokumentierter Rechtfertigung für den Ursprung und das Ziel des Geldes mangelte.

Welche rechtlichen Implikationen könnte der Transport großer Bargeldsummen in Kuba haben?

Der Transport großer Bargeldsummen kann den Verdacht auf Illegalität erregen, insbesondere wenn staatliche Mittel ohne rechtfertigende Gründe eingesetzt werden. Das kubanische Strafgesetzbuch sieht Sanktionen für den Transfer von Finanzgütern vor, wenn es Anzeichen für Illegalität gibt, was Rezeption, unrechtmäßige Bereicherung oder Geldwäsche einschließen könnte.

Wie reagiert die kubanische Regierung in der Regel auf Fälle von Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung öffentlicher Ressourcen?

Die kubanische Regierung neigt dazu, eine strenge Haltung gegenüber Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Nutzung staatlicher Ressourcen einzunehmen, indem sie häufig Ermittlungen durchführt und strenge strafrechtliche Sanktionen verhängt, um die Kontrolle über das Eigentum des Staates aufrechtzuerhalten.

Welche Artikel des kubanischen Strafgesetzbuches sind in Fällen des Geldtransports mit möglichen Unregelmäßigkeiten relevant?

Die Artikel 329, 330 und 337 des kubanischen Strafgesetzbuches sind in diesen Fällen relevant, da sie den Vorbesitz, die unrechtmäßige Bereicherung und die Geldwäsche sanktionieren, die alle auf den Transport von Geld mit Anzeichen illegalen Ursprungs anwendbar sind.

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