Der Präsident der Nationalversammlung der Volksmacht, Esteban Lazo Hernández, reiste nach Moskau, um die zweite Sitzung der Kommission für die Zusammenarbeit zwischen den Parlamenten von Kuba und Russland zu leiten, ein Treffen, das die wachsende Abhängigkeit Havannas von seinem eurasischen Verbündeten verdeutlicht.
El viaje de Lazo findet inmitten einer tiefen Wirtschaftskrise und mit wenigen Finanzierungsquellen statt. Das Ziel ist klar: die Beziehungen zum Kreml zu intensivieren und den Weg für den zukünftigen Besuch von Miguel Díaz-Canel zu ebnen.
Während der Sitzung, die am Donnerstag im Gebäude der Duma Estatal stattfand, betonte Lazo die strategische Bedeutung des bilateralen Mechanismus, um die "Zusammenarbeit" zwischen den beiden legislative Körperschaften zu fördern und als Instrument zur Umsetzung der Vereinbarungen, die von den Staatschefs Miguel Díaz-Canel und Vladimir Putin getroffen wurden.
„Das Ziel ist es, überlegene Ergebnisse zum Nutzen beider Völker zu erzielen“, sagte Lazo. Er bekräftigte die Absicht des kubanischen Regimes, die wirtschaftliche, handels- und finanzielle sowie wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit Moskau weiter auszubauen.
Vor dem parlamentarischen Treffen traf sich Lazo am Mittwoch mit dem russischen Außenminister Serguéi Lavrov, der bestätigte, dass der kubanische Regierungschef Miguel Díaz-Canel im Mai an den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges in Moskau teilnehmen wird, nachdem er eine Einladung von Putin selbst angenommen hatte.
Lavrov sagte, dass der Besuch des Präsidenten der kubanischen Nationalversammlung ein neues Kapitel in der „strategischen Partnerschaft“ zwischen beiden Regierungen darstellt.
„Der Besuch von Esteban Lazo und die kürzlichen Austauschprogramme spiegeln einen Moment intensiver Kontakte auf höchster Ebene wider“, betonte der Leiter der russischen Diplomatie. Er wies darauf hin, dass bereits eine neue Sitzung der russisch-kubanischen Intergouvernementalen Kommission für wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit in Havanna vorbereitet wird.
Eine strategische Allianz mit neuen Formen der Abhängigkeit
Experten sind sich einig, dass die Rhetorik der Zusammenarbeit eine zunehmend untergeordnete Beziehung des kubanischen Regimes verschleiert, das in Russland ein wirtschaftliches Rettungsboot angesichts des Zusammenbruchs des internen Modells sucht.
Ohne ausreichende Überweisungen, stagnierenden Tourismus und ohne produktive Rücklagen hat Havanna russischen Unternehmen präferenzielle Bedingungen angeboten, die Verwendung des Rubels in Handelsgeschäften genehmigt und seine diplomatische Ausrichtung mit dem Kreml verstärkt.
Seit 2022, als Díaz-Canel nach Moskau reiste, um eine Statue von Fidel Castro einzuweihen, hat Russland seine Präsenz in wichtigen Sektoren der kubanischen Wirtschaft ausgeweitet, mit Investitionen in Energie, Transport, Landwirtschaft und Tourismus.
All dies geschieht in einem internationalen Kontext, in dem das kubanische Regime es vermieden hat, die russische Invasion in der Ukraine zu verurteilen, und die Positionen Moskaus in multilateralen Foren unterstützt hat.
Die nächste Reise von Díaz-Canel in die russische Hauptstadt, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Sieges über den Faschismus, wird eine Gelegenheit sein, einmal mehr die Nähe zwischen beiden Regierungen zu demonstrieren. Zudem wird sie als Schaufenster für neue Vereinbarungen dienen, in einer Zeit, in der das Regime dringend externe Unterstützung benötigt angesichts des inneren sozialen Drucks und des strukturellen Zusammenbruchs seiner Wirtschaft.
Häufig gestellte Fragen zur Zusammenarbeit zwischen Kuba und Russland
Was ist der Zweck von Esteban Lazos Reise nach Russland?
Der Zweck von Esteban Lazos Reise nach Russland ist es, die Beziehungen zum Kreml zu intensivieren und den Boden für einen zukünftigen Besuch von Díaz-Canel vorzubereiten, während er wirtschaftliche Unterstützung inmitten der Krise, die Kuba betrifft, sucht. Der Besuch findet im Rahmen der zweiten Sitzung der Kommission für die Zusammenarbeit zwischen den Parlamenten von Kuba und Russland statt.
Wie unterstützt Russland Kuba in seiner wirtschaftlichen und energetischen Krise?
Russland unterstützt Kuba durch Kredite, Spenden und technische Hilfe. Es hat einen Kredit von 65 Millionen Dollar angeboten, um die Energiemangellage zu bewältigen, und stellt zudem Ersatzteile und spezialisierte Geräte für den kubanischen Elektrizitätssektor zur Verfügung. Außerdem hat es die kubanische Schulden umstrukturiert, um den wirtschaftlichen Druck auf die Insel zu verringern.
Welche Auswirkungen hat die Allianz zwischen Kuba und Russland auf die Region?
Die Allianz zwischen Kuba und Russland verstärkt den Einfluss Moskaus in Lateinamerika und bietet Kuba eine politische und wirtschaftliche Unterstützung in einem kritischen Moment. Diese Beziehung zielt darauf ab, den Einfluss der Vereinigten Staaten in der Region entgegenzuwirken und eine strategische Position für beide Länder auf der internationalen Bühne zu festigen.
Welche Rolle spielt das Öl bei der Zusammenarbeit zwischen Kuba und Russland?
Öl ist ein Schlüsselbestandteil der Zusammenarbeit zwischen Kuba und Russland. Das russische Unternehmen Zarubezhneft arbeitet mit dem kubanischen Unternehmen CUPET bei der Ölförderung im Bereich Boca de Jaruco zusammen. Dieses Projekt ist entscheidend, um Kubas Abhängigkeit von Rohölimporten zu verringern und die inländische Produktion zu verbessern.
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