Kubanische Mitarbeiter in Jamaika senden medizinische Hilfsgüter, um die Gesundheitskrise auf der Insel zu lindern

Eine von Jamaika aus organisierte Spende medizinischer Materialien zielt darauf ab, den Mangel in Gesundheitseinrichtungen in Santiago de Cuba zu lindern, angesichts des gesundheitlichen Kollapses, den das Land erlebt.


Ungefähr 500 Kilogramm medizinischer Hilfsgüter sind am vergangenen Mittwoch in der Provinz Santiago de Cuba eingetroffen, als Teil einer Spende, die von kubanischen Mitarbeitern in Jamaika organisiert wurde, um die schwerwiegende Gesundheitskrise, die das öffentliche Gesundheitssystem auf der Insel betrifft, zu mildern.

Según informó el diario oficial Granma, die Lieferung wurde auf dem Gelände des internationalen Flughafens Antonio Maceo empfangen und wurde von Mitarbeitern der Gesundheits- und Bildungssektoren, Mitgliedern der Staatlichen Mission Kuba in Kingston, zusammen mit solidarischen jamaikanischen Unternehmern koordiniert.

Die Generaldirektion für Gesundheit (DGS) in Santiago bestätigte, dass die Materialien an mehrere medizinische Einrichtungen der Provinz verteilt werden, ein Palliativmittel gegen den Mangel, unter dem diese Gesundheitszentren leiden.

Die Lieferung umfasst Medikamente, Verbrauchsmaterialien und andere wichtige Ressourcen für die grundlegende medizinische Versorgung.

Laut den lokalen Gesundheitsbehörden ist diese Spende Teil einer Reihe von Lieferungen, die seit 2023 von „guten Willen“ in Jamaika organisiert werden, als Reaktion auf die chronische Ressourcenknappheit in kubanischen Krankenhäusern.

Die Initiative wurde von dem Beamten Héctor Mustelier Ferrer als ein Zeichen der "internationale Solidarität gegenüber der Blockade" präsentiert, in der gewohnten offiziellen Rede, die versucht, die Verantwortung für die Mängel dem amerikanischen Embargo zuzuschieben, die in Wirklichkeit auf strukturelle Probleme des kubanischen Systems, schlechte staatliche Verwaltung, Korruption und mangelnde Autonomie im Gesundheitswesen zurückzuführen sind.

Die Ankunft dieser Art von humanitärer Hilfe verdeutlicht das Ausmaß der externen Abhängigkeit, in das das kubanische Gesundheitssystem geraten ist, das einst als "medizinische Hochburg" galt, heute jedoch nicht in der Lage ist, essentielle Medikamente oder eine würdige Versorgung seiner Bevölkerung zu garantieren.

Die ernste Situation des öffentlichen Gesundheitssystems in Kuba spiegelt sich in Geschichten wider wie die von Mayelin Valido Tejeda, der Mutter eines Babys mit Hydranencephalie, das in Santa Clara behandelt wird, die um Hilfe bat, um ein auf der Insel nicht verfügbares Drainagesystem zu beschaffen.

Das Gerät ist lebenswichtig für das Überleben des kleinen Caleb, aber der Mangel an medizinischen Ressourcen hat die Beschaffung im Land unmöglich gemacht.

Ähnliche Fälle treten auch in anderen Provinzen auf. In Matanzas hat eine Familie dringend um Hilfe gebeten, um ein Baby mit einem Gehirntumor operieren zu können, da es keine spezielle Ventil für den Eingriff gibt. Das Kind befindet sich in einer intermediären Therapie ohne Zugang zur erforderlichen Behandlung.

Währenddessen bat in Ciego de Ávila eine andere Familie um Blutspender für ein Baby in kritischem Zustand, was auf Mängel hinweist, die von chirurgischen Materialien bis hin zu grundlegenden Elementen wie kompatiblen Blutkonserven reichen.

In dieser trostlosen Lage sehen sich viele Mütter gezwungen, ihr Leid sichtbar zu machen. Eine kubanische Mutter berichtete vom Kampf ihres Sohnes gegen schwere Unterernährung, die durch eine ösophageale Stenose verursacht wurde, während sie mit Obdachlosigkeit und Ressourcenmangel konfrontiert ist.

Ein weiterer dramatischer Fall ist der von Álvaro Cárdenas, einem Jungen mit mehreren genetischen und neurologischen Erkrankungen, der ein humanitäres Visum benötigt, um im Ausland operiert zu werden, da es in Kuba nicht die Kapazitäten gibt, die notwendigen Eingriffe durchzuführen.

Diese Zeugnisse, die von Verzweiflung geprägt sind, stehen im Gegensatz zu der offiziellen Rhetorik, die ein positives Bild des Gesundheitssystems zu projizieren sucht. Trotz der Werbung für angebliche Erfolge wie „einzigartige Verfahren der Welt“, die vom Regime angekündigt wurden, zeigt die alltägliche Realität von Tausenden von Kubanern die tiefe Kluft zwischen Propaganda und realem Leben auf.

Häufig gestellte Fragen zur Gesundheitskrise in Kuba

Wie ist die aktuelle Situation des Gesundheitssystems in Kuba?

Das Gesundheitssystem in Kuba steht vor einer schweren Krise, mit einem Mangel an medizinischen Materialien, Medikamenten und Personal. Viele Krankenhäuser haben nicht einmal die grundlegendsten Ausstattungen wie Spritzen und Mundstücke für Inhalatoren, was die medizinische Versorgung erheblich beeinträchtigt.

Wie wirkt sich der Mangel an medizinischen Ressourcen auf die Patienten in Kuba aus?

Der Mangel an medizinischen Ressourcen in Kuba erschwert die Patientenversorgung erheblich, was in Notfällen zu kritischen Situationen und einem Mangel an angemessenen Behandlungen für schwere Krankheiten führt. Dieses Problem zeigt sich in der Unfähigkeit, lebenswichtige Behandlungen zu erhalten, was das Leben vieler Kubaner gefährdet.

Was unternehmen die kubanischen Behörden gegen diese Gesundheitskrise?

Die kubanischen Behörden haben das Problem des Mangels an Medikamenten und Materialien anerkannt und angegeben, dass die Krisensituation andauern wird. Dennoch kritisieren viele Bürger das Management und die Priorisierung der Ressourcen als Ursachen für diese Lage, während die Regierung die Mängel dem amerikanischen Embargo zuschreibt.

Wie wirkt sich die Gesundheitskrise auf die kubanischen Kinder aus?

Die gesundheitliche Krise in Kuba betrifft gravierend die Kinder, die unter dem Mangel an medizinischen Materialien und notwendigen Medikamenten leiden, was ihre Gesundheit in kritischen Situationen gefährdet. Berichte von verzweifelten Eltern haben den Mangel an essenziellen Ressourcen für die pädiatrische Behandlung aufgezeigt.

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