Las Tunas ohne Wasser: Nur ein Brunnen versorgt die Stadt und der Stausee El Rincón ist fast leer

Der Brunnen liefert 50 Liter pro Sekunde, und der Stausee El Rincón, mit einer Kapazität von 22 Millionen Kubikmetern, speichert aufgrund von mangelnden Regenfällen lediglich sieben Millionen.

Presa El Rincón (Referenzbild)Foto © Tiempo 21

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Die Gemeinde Las Tunas sieht sich einer schweren Wasserknappheit gegenüber, die fast die gesamte Stadt betrifft, aufgrund der alarmierenden Verringerung der Versorgung durch das System Piedra Hueca, das derzeit nur mit einem aktiven Brunnen arbeitet und lediglich 50 Liter pro Sekunde liefert.

Laut Piedad Herrera Núñez, Direktorin des Wasser- und Abwassersystems in der Provinzhauptstadt, in Aussagen gegenüber dem staatlichen Medium Tiempo 21, verschärft sich die Situation aufgrund des kritischen Wasserstands im Stausee El Rincón, der praktisch die einzige Quelle ist, die weiterhin Wasser in die Stadt liefert.

Herrera erklärte, dass El Rincón, mit einer Speicherkapazität von 22 Millionen Kubikmetern, derzeit nur über sieben Millionen verfügt, was einen direkten Spiegel der fehlenden Niederschläge in dieser Jahreszeit darstellt, die als die trockenste im kubanischen Klimakalender gilt.

Zu dieser Notlage kommen häufige Unterbrechungen hinzu, die durch die laufenden Investitionen in der Avenida Camilo im Viertel Buena Vista verursacht werden, was erforderlich gemacht hat, die Lieferzyklen zu ändern.

Am 15. April wurde beispielsweise der Dienst für den zweiten Stromkreis unterbrochen, um stärker betroffene Zonen wie die Wohngebiete Sosa und den Flughafen prioritär zu behandeln.

Als mögliche teilweise Entlastung kündigte Herrera an, dass die Reparatur der Pumpenanlagen von zwei Brunnen des Systems Piedra Hueca voraussichtlich zwischen dem 16. und 17. April abgeschlossen sein wird.

Es wird auch die Ankunft einer spezialisierten Brigade aus der Provinz Santiago de Cuba erwartet, um die Schwimmfassung des Staudamms El Rincón wiederherzustellen.

Dennoch räumte die Beamtin ein, dass der Service selbst mit diesen Maßnahmen nicht den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht sein wird.

„Im Moment ist es sehr schwierig, dass das Wasser die Wohnungen ab den zweiten Etagen erreicht“, bestätigte er.

Die Situation in Las Tunas verdeutlicht einmal mehr die Fragilität der Wasserinfrastruktur in Kuba und die kritische Abhängigkeit von natürlichen Quellen, die durch Dürre und накопленные Verschleiß erschöpft sind.

In den letzten Monaten hat die Dürre mehrere kubanische Provinzen stark getroffen und die Wasserknappheit verschärft. Ein aktueller Bericht hat ergeben, dass Holguín ein Niederschlagsdefizit von 22 % aufweist, was das gesamte Gebiet als "sehr trocken" klassifiziert.

Gemeinden wie Antilla, Banes und Moa leiden seit sieben Monaten unter extremen Bedingungen, was sowohl die Landwirtschaft als auch die Wasserversorgung beeinträchtigt hat.

In der Zwischenzeit hat Ciego de Ávila in den letzten 51 Monaten in 69 % der Fälle Niederschläge unter dem historischen Durchschnitt verzeichnet, während die Stauseen und Aquiferen aufgrund der anhaltenden hohen ozeanischen Druckverhältnisse und des Klimaphänomens El Niño keine Erholungskapazität aufweisen.

Diese Situation führte dazu, dass in den letzten Tagen der Wasserverteilungzyklus in Ciego de Ávila auf neun Tage verlängert wurde, eine Entscheidung, die vom Regime aufgrund der Erschöpfung des Aquiferen von Ruspoli getroffen wurde.

Ebenso ist die Situation in der Provinz Sancti Spíritus nicht weniger alarmierend. Die Anzahl der Personen, die für den Zugang zu Trinkwasser auf Wasserwagen angewiesen sind, hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt und erreicht fast 82.000 Einwohner.

Die Kombination aus Dürre, langanhaltenden Stromausfällen und strukturellen Mängeln hat tausende von Familien ohne regelmäßigen Zugang zu Dienstleistungen zurückgelassen. Gemeinden wie Fomento, Trinidad und die Provinzhauptstadt selbst stehen an der Spitze der am stärksten betroffenen Gebiete, wo die Versorgung nur alle 15 Tage erfolgt.

Häufig gestellte Fragen zur Wasserkrise in Las Tunas, Kuba

Wie ist die aktuelle Situation der Wasserversorgung in Las Tunas?

Die Gemeinde Las Tunas sieht sich einer schweren Wasserknappheit gegenüber, mit nur einem aktiven Brunnen im System Piedra Hueca, der gerade einmal 50 Liter pro Sekunde liefert. Die Situation verschärft sich aufgrund des kritischen Pegels des Stausees El Rincón, der praktisch die einzige Quelle ist, die weiterhin Wasser für die Stadt bereitstellt.

Welche Maßnahmen ergreifen die Behörden, um die Wasserkrise in Las Tunas zu lösen?

Es wird erwartet, dass die Reparatur der Pumpen von zwei Brunnen des Systems Piedra Hueca abgeschlossen wird und die schwimmende Entnahme von der Talsperre El Rincón wiederhergestellt wird. Die Behörden erkennen jedoch an, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen werden, um die tatsächlichen Bedürfnisse der Bevölkerung zu erfüllen.

Wie wirkt sich die Dürre auf die Wasserinfrastruktur Kubas aus?

Der Mangel an Niederschlägen in Kuba hat die Fragilität der hydraulischen Infrastruktur deutlich gemacht, die zunehmend auf erschöpfte natürliche Quellen angewiesen ist. Dies wird durch den angesammelten Verfall und die mangelnde Wartung der Wasserversorgungssysteme verschärft.

Welche Auswirkungen hat die Wasserkrise auf das tägliche Leben der Tuneros?

Die Wasserkrise in Las Tunas betrifft hauptsächlich die Wohnungen, die sich ab dem zweiten Stockwerk befinden, wo es sehr schwierig ist, dass Wasser ankommt. Dies stellt eine große Herausforderung für den Zugang zu Trinkwasser dar und beeinträchtigt die Lebensqualität der Bewohner.

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