Kubanische Elektroingenieurin triumphiert als Busfahrerin in Spanien

Mayulis, eine kubanische Ingenieurin in Spanien, verwandelt sich dank eines Projekts von Cáritas und Froet in eine Schulbusfahrerin. Die kubanische Migration nach Spanien nimmt aufgrund der Wirtschaftskrise und des Großeltern-Gesetzes zu.

MayulisFoto © Cadena SER

Verwandte Videos:

Mayulis, eine aus Kuba emigrierte Frau in Murcia, Spanien, hat sich als Schulbusfahrerin neu erfunden, obwohl ihre Ausbildung auf der Insel als Elektroingenieurin war.

Ein aufschlussreicher Bericht von der spanischen Cadena SER zeigt, dass man mit Einsatz und Durchhaltevermögen vorankommen kann. Mayulis verließ Kuba vor zwei Jahren, um ihrer Tochter eine bessere Zukunft zu bieten, und obwohl sie ihren Hochschulabschluss als Elektrotechnikerin nicht anerkennen lassen konnte, gab sie ihren Traum, erfolgreich zu sein, nicht auf.

Durch ein Projekt von Cáritas und der Regionalen Föderation der Organisationen und Unternehmen des Verkehrs von Murcia (Froet) erhielt sie einen Führerschein und begann eine neue Phase in ihrem Leben, nun als Busfahrerin.

"Als man mir von dem Projekt erzählte, dachte ich: 'Wow, denn wenn ich die Fahrerinnen sah, dachte ich, wie mutig'", sagte sie gegenüber dem spanischen Medium und fügte hinzu, dass "sie Herausforderungen mag".

Seit März fährt Mayulis mit ihrem Schulfahrzeug eine Route der Reiseagentur Orbitalia im Landkreis Lorca.

Obwohl sie zunächst verschiedene Arbeiten verrichtete, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, fühlt sie sich jetzt mit ihrem neuen Beruf erfüllt. Nachdem sie in Restaurants gearbeitet und Englischkurse besucht hatte, entschloss sie sich, zu studieren, um Fahrerin zu werden.

"Man muss den Führerschein D machen, drei Prüfungen ablegen und das Zertifikat für die berufliche Eignung (CAP) erwerben, es ist viel Stoff, aber ich studiere sehr gerne", äußerte er/sie.

Das Projekt 'Conduce Tu Futuro' bietet Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen in vulnerablen Situationen und gleichzeitig eine Lösung für den Mangel an Busfahrern. Die Partnerunternehmen von FROET bieten jede Woche spezielle Unterrichte für die Zertifizierung an, die Themen wie Arbeitsschutz und Unternehmenskultur behandeln.

Die Zahl der Kubaner, die zwischen 2023 und 2024 nach Spanien gekommen sind, beläuft sich auf 53.100, laut Angaben des Instituto Nacional de Estadística (INE) von Spanien.

Selon les enregistrements préliminaires, au cours de l'année 2023, un total de 28 900 citoyens cubains ont pénétré sur le territoire espagnol, tandis qu'au cours des trois premiers trimestres de 2024, le chiffre atteint 24 200.

Der Migrationsstrom von Kubanern nach Spanien hat in den letzten Jahren einen wachsenden Trend gezeigt, der durch Faktoren wie die Wirtschaftskrise auf der Insel, die Suche nach besseren Lebensbedingungen und die Möglichkeit, sich auf das Gesetz über die demokratische Erinnerung, bekannt als "Gesetz der Enkel", zu berufen, unterstützt wird. Dieses Gesetz hat die Erlangung der spanischen Staatsbürgerschaft für Tausende von Kubanern mit iberischen Wurzeln erleichtert.

Die spanischen Einwanderungsbehörden haben hervorgehoben, dass die kubanische Gemeinde im Land weiterhin konstant wächst und sich hauptsächlich in Städten wie Madrid, Barcelona und Valencia ansiedelt, wo sie über familiäre und gemeinschaftliche Unterstützungsnetzwerke verfügen.

Häufig gestellte Fragen zur Migration und zum beruflichen Erfolg von Kubanern im Ausland

Wie hat es Mayulis geschafft, Busfahrerin in Spanien zu werden?

Mayulis wurde in Spanien Busfahrerin dank eines Projekts von Cáritas und Froet, das ihr ermöglichte, den notwendigen Führerschein zu erwerben. Obwohl sie ihren Abschluss als Elektroingenieurin nicht anerkennen lassen konnte, erlaubte ihr Durchhaltevermögen, sich beruflich neu zu erfinden und eine Schulroute in Lorca, Murcia zu übernehmen.

Warum hat der Migrationsfluss von Kubanern nach Spanien zugenommen?

Der Migrationsfluss von Kubanern nach Spanien hat zugenommen, bedingt durch die Wirtschaftskrise in Kuba, die Suche nach besseren Lebensbedingungen und die Möglichkeit, sich auf das Gesetz zur demokratischen Erinnerung, bekannt als "Gesetz der Enkel", zu berufen. Dieses Gesetz erleichtert den Erhalt der spanischen Staatsangehörigkeit für Kubaner mit iberischen Vorfahren, was die Migration angekurbelt hat.

Welche Herausforderungen stehen Kubanern gegenüber, wenn sie ihre Abschlüsse in Spanien anerkennen lassen?

Die Kubaner stehen vor langen Verfahren und Bürokratie, wenn sie versuchen, ihre Abschlüsse in Spanien anzuerkennen, insbesondere in Berufen wie der Medizin. Der Prozess kann Jahre dauern, obwohl das Gesetz eine maximale Dauer von sechs Monaten vorsieht. Dies zwingt viele Fachkräfte dazu, in nicht verwandten Jobs zu arbeiten, während sie auf die Anerkennung warten.

Wie beeinflusst die Arbeitssituation in Kuba die Emigration von Fachkräften?

Die Arbeitssituation in Kuba, gekennzeichnet durch niedrige Löhne und prekäre Bedingungen, treibt Fachkräfte zur Emigration auf der Suche nach besseren Möglichkeiten. Der Mangel an qualifiziertem Personal in Schlüsselbereichen und die massive Migration verschärfen das Problem, sodass die Insel mit einer unzureichenden Arbeitskraft konfrontiert ist, um die grundlegenden Bedürfnisse des Landes zu decken.

Archiviert unter:

CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.