Die Energiekrise, die Kuba erschüttert, erreicht an diesem Dienstag einen neuen kritischen Punkt, mit massiven Stromausfällen im ganzen Land.
Gestern war der 24-Stunden-Service betroffen und blieb die gesamte Nacht über eingeschränkt. Das maximale Volumen an Stromausfällen betrug gestern 1.736 MW um 19:50 Uhr, was mit der Höchstnachfragezeit zusammenfiel.
Obwohl die Zahl unter den 1.858 MW lag, die von der Union Eléctrica (UNE) prognostiziert wurden, bleibt die Zahl weiterhin sehr hoch.
Die Verfügbarkeit des Systems um 7:00 Uhr heute betrug nur 1.480 MW, während die Nachfrage über 2.600 MW lag, was ein sofortiges Defizit von 1.147 MW verursachte.
Es wird geschätzt, dass es bis zum Mittag Stromausfälle in der Größenordnung von 1.400 MW geben wird, was eine sehr hohe Tageszahl ist.
Dennoch wird die Lage noch besorgniserregender, wenn man auf die Nacht blickt, in der eine maximale Nachfrage von 3.350 MW erwartet wird, während eine Verfügbarkeit von 1.752 MW gegenübersteht, was zu einem Defizit von 1.598 MW führt.
En resumen, man schätzt, dass die allgemeine Beeinträchtigung in der Spitzenzeit bis zu 1.668 MW in der Nacht beträgt.
Strukturelle Mängel und Brennstoffkrise
Der Bericht zeigt eine Reihe von Störungen und Wartungsarbeiten auf, die weiterhin die Kapazität des Nationalen Elektroenergiesystems (SEN) untergraben.
Störung: Einheit 5 der CTE Mariel, Einheit 5 der CTE Nuevitas und Einheiten 1 und 2 der CTE Felton.
Wartung: Einheit 2 der CTE Santa Cruz, Einheiten 3 und 4 der CTE Cienfuegos und Einheit 5 der CTE Renté.
Hinzu kommt eine Begrenzung von 232 MW in der thermischen Erzeugung.
Insgesamt 62 dezentralisierte Erzeugungsanlagen (474 MW) außer Betrieb wegen Treibstoffmangel.
Zusätzlich sind aufgrund von fehlenden Schmierstoffen 32 MW nicht verfügbar.
Für den Spitzenwert wird der Inbetriebnahme der Einheit 1 von Felton mit 205 MW und der Inbetriebnahme der Einheit 3 von Renté mit 67 MW Rechnung getragen.
Beide Aspekte wurden von Lázaro Guerra Hernández, dem Generaldirektor für Elektrizität im Ministerium für Energie und Bergbau, in seiner täglichen Anwesenheit im kubanischen Fernsehen als "Entlastungen" des Arbeitstags hervorgehoben.
Solarenergie: eine unzureichende Erleichterung
Der technische Bericht hob auch die Produktion von 986 Megawattstunden (MWh) hervor, die von den acht neuen Photovoltaik-Solarkraftwerken erzeugt wurden. Diese Zahl stellt zwar einen Fortschritt bei der Diversifizierung der Energiematrix dar, ist jedoch im Hinblick auf das Ausmaß des aktuellen Defizits offensichtlich unzureichend.
Eine Krise ohne sofortige Lösung
Die Realität des SEN offenbart eine tiefgreifende strukturelle und operative Krise, die auf absehbare Zeit keinen Ausweg zu bieten scheint.
Obwohl die Regierung zu mehr Energieeffizienz aufgerufen hat und auf erneuerbare Quellen setzt, bleibt die nationale Infrastruktur, die veraltet und von fossilen Brennstoffen abhängig ist, extrem anfällig für technische Störungen und Ressourcenmangel.
In der Zwischenzeit sehen sich die kubanischen Bürger erneut mit einem Tag langer Stromausfälle konfrontiert, ohne einen konkreten Termin in Sicht für eine nachhaltige Wiederherstellung des elektrischen Dienstes.
Was für viele bereits zur Routine gehört – die Rückkehr des Stroms, der Stromausfall mitten beim Abendessen, der Ventilator, der in einer heißen Nacht stillsteht – ist erneut zu einem Symbol für ein Land geworden, das weiterhin darum kämpft, das Licht anzuschalten.
Häufig gestellte Fragen zur Energiekrise in Kuba
Wie ist die aktuelle Situation des Elektrodefizits in Kuba?
Das elektrische Defizit in Kuba ist kritisch, mit massiven Stromausfällen, die das Land aufgrund eines Erzeugungsdefizits von über 1.700 MW in den Spitzenzeiten betreffen. Die veraltete Infrastruktur und der Mangel an Brennstoff verschärfen diese Situation.
Welche Faktoren tragen zur Energiekrise in Kuba bei?
Die Energiekrise in Kuba ist auf eine Kombination von Pannen, geplanten Wartungsarbeiten und einem Mangel an Brennstoffen zurückzuführen. Die elektrische Infrastruktur ist anfällig und hängt stark von fossilen Ressourcen ab, was sie anfällig für technische Ausfälle und Ressourcenknappheit macht.
Welche Maßnahmen ergreift die kubanische Regierung, um die Energiekrise zu bewältigen?
Der kubanische Staat hat auf Energieeffizienz hingewiesen und auf erneuerbare Energiequellen gesetzt, wie die Solarenergie. Dennoch bleibt die Produktion von Solarenergie unzureichend, um das hohe Defizit des Nationalen Elektroenergiesystems (SEN) zu decken.
Wie wirken sich die Stromausfälle auf das tägliche Leben der Kubaner aus?
Langandauernde Stromausfälle beeinträchtigen erheblich die Lebensqualität der Kubaner, indem sie alltägliche Aktivitäten, wirtschaftliche Tätigkeiten und den Betrieb grundlegender Dienstleistungen unterbrechen. Die Bürger sehen sich der Ungewissheit und dem Unbehagen gegenüber, da es keinen klaren Plan zur Wiederherstellung der Stromversorgung gibt.
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