Der kubanische Rapper Jorge Lian García Díaz, bekannt unter seinem Künstlernamen Kamankola, widmete an diesem Dienstag ein düsteres Gedicht der kubanischen Realität, das sich durch seine Rauheit und symbolische Bedeutung auszeichnet.
„Das Kuba, das ich verlassen habe“, äußerte der Künstler auf Facebook, wo er ein Bild teilte; auf der einen Seite ein Foto von sich in der Ermita de la Caridad in Miami und auf der anderen Seite den Text des Gedichts.

„Kuba, Insel der Toten / Insel der Weinen und Hunger / Stück Land und Blut / Von Traurigkeiten und Wüsten…“, beginnt das Gedicht, das in nur wenigen Zeilen die alltägliche Hoffnungslosigkeit, das massive Exil und die Unterdrückung von Gefühlen in einem Land anprangert, das laut dem Autor die Fähigkeit verloren hat, zu träumen und sogar zu lieben.
„Träume, die wach bleiben / Verzweiflungen und Vergessen / Ein Meer, das den Schlag stiehlt / Eines anderen Lebens, das vergeht / Und eine Liebe, die nicht kommen wird / Denn lieben ist verboten“, fährt der Text fort, der den Schmerz, die Abwesenheit, das erzwungene Exil und das emotionale Gewicht des Lebens – oder des Nicht-Lebens – in Kuba zusammenfasst.
Der Schluss des Gedichts ist besonders kraftvoll: „Und eine Liebe, die nicht kommen wird / Weil lieben verboten ist“, wenige Worte, die das Sentimentale überschreiten und zu einer Anklage werden, zu einer Metapher für ein Kuba, in dem Zuneigung, emotionale Freiheit und vollumfängliche Ausdrucksweise ständig unterdrückt werden.
Der Rapper Kamankola, der den Respekt der kubanischen Künstler im Exil gewonnen hat, nutzt häufig seine sozialen Medien, um die Missstände zu anzuprangern, unter denen die Insel leidet.
Vor einigen Jahren teilte er mit seinen Followern einige Verse, in denen er auf brisante Themen der kubanischen Realität hinwies und deutlich machte, dass niemand mehr an das alte Gerede über Wandel im Land glaubte, da diejenigen, die geändert werden müssten, die politischen Führer im Amt waren, insbesondere Miguel Díaz-Canel, den er als den aktuellen Diktator bezeichnete.
In einem Beitrag zum Internationalen Frauentag äußerte der Rapper, dass es in Kuba nichts zu feiern gebe.
Er tat dies durch ein Gedicht, das voller sozialer und politischer Anklage war, in dem er die Freiheit der inhaftierten Frauen, das Ende der Gewalt und das Recht auf ein Leben und Lieben ohne Ängste einforderte.
„Wenn die Gefangenen freigelassen werden. / Wenn die Tode aufhören. / Wenn die Gefahr, die du bemerkst, / sich nicht in dem bricht, was du küsst. / Wenn du selbst bist und nicht 'jene'. / Wenn die Liebe absolut ist. / Wenn du mehr als eine Minute bist / und Kuba aufhört zu brennen. / Der Internationaler Frauentag / wird aufhören zu trauern. Nichts zu feiern… Viel zu fordern“, äußerte sie.
Anlässlich der Weihnachtsfeierlichkeiten in Kuba erhob Kamankola erneut die Stimme aus der Poesie, um mit Härte und Lyrik die Hoffnungslosigkeit der Bevölkerung angesichts einer Realität zu reflektieren, die von Mangel, sozialem Schmerz und Repression geprägt ist.
„Ein Haufen gefangener Chamas, / ein Haufen alleinstehender Mütter. / Es gibt kein Brot, aber es gibt Schlangen. / Es gibt kein Fleisch, aber es gibt Knochen. / Die Küsse weinen, / das Exil und die Flucht wachsen. / Die Lebenden sterben im Leben. / Die Toten leben ihr Leid. / So vergeht die Heilige Nacht / einer Insel ohne Ausweg.“
Häufig gestellte Fragen zu Kamankola und seinem Gedicht über die kubanische Realität
Wer ist Kamankola und warum ist er bekannt?
Kamankola ist der Künstlername des kubanischen Rappers Jorge Lian García Díaz. Er ist bekannt dafür, seine Musik und Poesie zu nutzen, um die soziale und politische Situation in Kuba anzuprangern, und behandelt Themen wie Repression, Exil und die Entbehrungen auf der Insel.
Welche Themen behandelt Kamankola in seinem Gedicht über Kuba?
In ihrem Gedicht thematisiert Kamankola die alltägliche Verzweiflung, den massiven Exodus und die Unterdrückung der Gefühle in Kuba. Sie prangert eine Realität an, in der die Fähigkeit zu träumen und zu lieben unterdrückt ist, und spiegelt den Schmerz und die Abwesenheit im aktuellen kubanischen Kontext wider.
Wie hat Kamankola soziale Medien genutzt, um seine Beschwerden auszudrücken?
Kamankola nutzt seine sozialen Medien, um seine Poesie und Musik zu teilen, und dient als Plattform, um die Ungerechtigkeiten in Kuba anzuprangern. Er hat Verse und direkte Kritiken am kubanischen Regime geteilt, einschließlich Erwähnungen des Präsidenten Miguel Díaz-Canel.
Welchen Einfluss hat die Poesie von Kamankola auf die kubanische Gemeinschaft?
Die Poesie von Kamankola hat tief in der kubanischen Gemeinschaft, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Insel, widerhallend. Seine Verse werden als eine Stimme des Widerstands und der Hoffnung angesehen, die viele dazu inspiriert, über die politische und soziale Lage in Kuba nachzudenken.
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